Hägele hofft aufs Pokalduell bei Kickers

Knochenödem zwingt Aspachs Kapitän erneut zur Pause – Entwarnung bei Bösel – Nike rüstet SG die nächsten fünf Jahre aus

Rückenprobleme, schmerzlich vermisst und nun humpelnd vom Platz. Aspachs Kapitän Daniel Hägele hat als Fußballer schon glücklichere Zeiten erlebt. Ausgerechnet in seinen letzten Wochen bei der SG Sonnenhof plagt ihn das Verletzungspech. Fürs anstehende Drittliga-Duell gegen Lotte fällt der Mittelfeldmann aus, zog er sich doch beim 3:2 in Chemnitz ein Knochenödem im linken Sprunggelenk zu.

Bildeten in Sachsen nur 30 Minuten Aspachs Mittelfeldzentrale: Sebastian Bösel und Daniel Hägele. Dann verletzte sich erst der Kapitän und später auch sein Kollege. Während Bösel aber wohl im nächsten Spiel wieder dabei ist, hat Hägele erst das Pokalduell bei den Kickers am 11. April im Blick. Foto: A. Becher

Von Uwe Flegel

Es war ein hartes Stück Arbeit, bis die Elf aus dem Fautenhau in Sachsen einen Knopf an den Klassenverbleib drangemacht hatte. Ein Kampf, der die Schwaben Schweiß und personelle Opfer kostete. Nach einer halben Stunde musste Mittelfeldorganisator Daniel Hägele verletzt raus, nach einer guten Stunde traf seinen Nebenmann Sebastian Bösel dasselbe Schicksal. Beim Kapitän war’s das linke Sprunggelenk, bei seinem Kompagnon im Mittelfeld das linke Knie. Der Dreier beim Drittletzten Chemnitz schien zunächst sehr teuer erkauft, könnte nun aber doch nicht ganz so viel kosten, wie ursprünglich befürchtet worden war. Denn im Fall Bösel hoffen Großaspachs Verantwortliche, dass er am Samstag gegen Lotte wieder zur Verfügung steht. Bei Daniel Hägele ergab eine MRT-Untersuchung gestern allerdings, dass der Kapitän gegen das Team aus dem Tecklenburger Land ausfällt. „Wir hoffen, dass er bis zum WFV-Pokal-Viertelfinale am 11. April bei den Stuttgarter Kickers wieder zur Verfügung steht“, erklärt das SG-Präsidiumsmitglied Medien, Philipp Mergenthaler, und berichtet, dass sein Spielführer zwar nicht auf dem Platz, sondern im Therapiezentrum täglich für eine rasche Rückkehr ins Team schuftet.

Das auch, weil der Drittligist den Pokal sehr wichtig nimmt, qualifiziert sich der Cupsieger doch für den kommenden DFB-Pokal. Und dort erhielten in dieser Saison bereits die Teilnehmer an Runde eins 159000 Euro vom Verband. Wer es in Runde zwei schaffte, wurde vom DFB mit der doppelten Summe entlohnt. Für solche Summen lohnt es sich, im Verbandspokal Gas zu geben. Zumal in der Liga das Saisonziel Nichtabstieg mit 14 Punkten Vorsprung auf Chemnitz (26) bei nur noch sechs ausstehenden Spielen unter Dach und Fach sein müsste.

Bei der SG gehen jedenfalls alle davon aus, dass nichts mehr anbrennt. „Nach dem 3:2 in Chemnitz sind unsere Planungen voll und ganz aufs fünfte Drittliga-Jahr ausgerichtet“, bekennt Sportdirektor Ioannis Koukoutrigas. Für ihn heißt das zum Beispiel, einen starken Ersatz für Daniel Hägele im zentralen Mittelfeld zu suchen, bricht der 29-Jährige doch bekanntlich nach siebeneinhalb Jahren seine Zelte im Fautenhau ab. Eine große Lücke, die Aspach noch schließen muss.

In anderer Hinsicht sind die Schwaben mit Blick auf die neue Runde schon einen Schritt weiter. Nachdem die Zusammenarbeit mit Hummel als Ausrüster nach fünf Jahren im Sommer beendet wird (wir berichteten), steht der neue Partner fest. Der heißt Nike und hat sich mit Aspach auf einen Fünfjahresvertrag geeinigt. Klar, dass bei der SG die Freude über die Zusammenarbeit mit einem solchen Krösus entsprechend groß ist. Auch weil der Verein aus dem Fautenhau einen Partner hat, „mit dem wir viele gemeinsame Projekte in der Region umsetzen werden“, erklärt Philipp Mergenthaler. Sehr positiv sei, so die SG Sonnenhof in einer Pressemitteilung, dass es bei Sport-Schwab (Winterbach), dem dritten Beteiligten an dem Geschäft, ab Sommer eine eigene SG-Ecke geben wird.