HSV gewinnt Keller-Duell gegen Freiburg

Hamburg (dpa)- Ein Stocher-Tor von Lewis Holtby hat beim Hamburger SV die Hoffnung auf das Fußball-Wunder und den Klassenverbleib am Leben erhalten. Dank des Treffers des Mittelfeldspielers in der 54. Minute gewann der Tabellenvorletzte das Bundesliga-Kellerduell gegen den SC Freiburg mit 1:0 (0:0).

Durch den zweiten Heimsieg nacheinander rückten die Hanseaten drei Spieltage vor dem Ende der Saison bis auf fünf Punkte an die Gäste heran, die derzeit noch auf dem Relegationsrang stehen. Die Breisgauer sind nach der fünften Niederlage nacheinander in ähnlich großer Not wie die Hamburger. Der nächste HSV-Gegner VfL Wolfsburg hat wie Freiburg nur 30 Punkte, ebenso Mainz 05, das am Sonntag in Augsburg spielt.

Vor 54.847 Zuschauern verdienten sich die Gastgeber den ersten Sieg gegen Freiburg seit Oktober 2013 dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte, die durch Holtbys vierten Saisontreffer belohnt wurde. Dabei stocherte er den Ball an zwei Freiburger Spielern und Torhüter Alexander Schwolow vorbei ins Tor. Von der 71. Minute an mussten die Gäste ohne Abwehrspieler Caglar Söyüncü nach einer Gelb-Roten Karte auskommen. Die Hamburger brachten danach die Führung ohne Mühe über die Zeit.

Der HSV hatte sich von Spielbeginn an bemüht, nach vorn zu spielen. Vor allem über die Außenpositionen mit Filip Kostic und Luca Waldschmidt wollten die Hamburger gefährlich in den Strafraum der Freiburger kommen. Doch zu oft fehlte der letzte Pass. Matti Steinmann (10.) hatte noch die beste Möglichkeit in der Anfangsphase, verzog aber aus zwölf Metern.

Weil den Gastgebern in der Folgezeit nicht mehr viel einfiel, verstärkten die Freiburger ihr Offensiv-Engagement, zunächst ohne größere Chancen. Doch als die Partie zu verflachen drohte, sorgten die Breisgauer für Wirbel im HSV-Strafraum.

Hamburgs Keeper Julian Pollersbeck (35.) vereitelte dabei eine Dreifach-Möglichkeit: erst scheiterte Janik Haberer, dann Nicolas Höfler per Kopf, ehe Pollersbeck den Ball nach dem schwachen Schuss von Lucas Höler unter sich begrub. Sieben Minute später musste der HSV-Keeper gegen Freiburgs Nils Petersen per Fuß aus kurzer Distanz abwehren. 

Nach der Pause erinnerten sich die HSV-Spieler daran, dass ihnen nur ein Sieg weiterhelfen würde. Sie machten sofort Druck und wurden schnell belohnt durch Holtbys Tor. Und es gab weitere Chancen: Fünf Minuten nach der Führung verzog Steinmann (59.) wie schon in Hälfte eins aus aussichtsreicher Position. Dribbel-Floh Tatsuya Ito (64.) scheiterte an Schwolow. 

Von Freiburg war gar nichts mehr zu sehen. Die HSV-Deckung um Kyriakos Papadopoulos stand sicher. Der Platzverweis für Söyüncü schwächte die Freiburger zudem. In der Schlussphase hatte der HSV-Sieg noch höher ausfallen können, doch die Chancen wurde kläglich vergeben.