Mehr als 90 Notrufe nach Starkregen

Bundesstraße29 war im Bereich Plüderhausen/Lorch zeitweise voll gesperrt – Polizei mahnt: Unterführungen meiden

PLÜDERHAUSEN (pol). Mehr als 90 Notrufe sind am Montag aufgrund des Starkregens im Bereich des Polizeipräsidiums Aalen eingegangen. Der überwiegende Teil der Notrufe, die das polizeiliche Lagezentrum ab etwa 18.30 Uhr erreichten, waren Hochwassermeldungen. Überflutete Straßen und vollgelaufene Keller beschäftigten Polizei und Feuerwehr bis in den neuen Tag hinein. Rein polizeiliche Aufgaben umfassten dabei den kleinsten Teil der Einsatzpalette. Die Polizei war unterwegs zur Gefahrenabwehr bei plötzlich auftretenden Straßenüberflutungen und bearbeitete drei Verkehrsunfälle mit Sachschaden, die ursächlich auf das Wetter zurückzuführen waren.

Der absolute Schwerpunkt der Ereignisse befand sich im Raum Lorch. Zwischen Lorch-Waldhausen, wo die Bundesstraße29 sowie die Bahnlinie wegen Überflutung gesperrt werden mussten. Für den Rems-Murr-Kreis gingen im Lagezentrum der Polizei gut 20 Anrufe ein. Auch hier lag der polizeiliche Schwerpunkt an der B29. Auf Höhe Plüderhausen war die Fahrbahn so stark überflutet, dass auch dieser Streckenabschnitt ab etwa 20.20 Uhr zunächst komplett gesperrt wurde. Später war die B29 bei vorsichtiger Fahrweise einspurig wieder befahrbar. Die Beeinträchtigung dauerte auch hier bis gegen Mitternacht, nachdem die Feuerwehr das Wasser abgepumpt und die Straße gesäubert hatte.

Neben den Gefahrenabwehrmaßnahmen nahm die Polizei drei Verkehrsunfälle auf, deren Ursache der Starkregen und, nicht zu vergessen, die nicht an dieses Wetterereignis angepasste Geschwindigkeit waren. Die Polizei macht daher noch einmal darauf aufmerksam, dass bei Starkregenereignissen dringend Unterführungen zu meiden sind. Oft laufen solche Unterführungen nicht nur in Minuten-, sondern gar in Sekundenschnelle voll und werden zur gefährlichen Falle. Überflutete Straßen sollten, wenn überhaupt, mit größter Vorsicht durchfahren werden. Hier warten durch ausgehobene Kanaldeckel unsichtbare Fallen. Vor allem aber für Fußgänger werden solche offenen Gullyabgänge zu Gefahrenstellen, weshalb dringend geraten wird, solche überschwemmten Bereiche zu Fuß nicht zu betreten.