Nach frühem Aus ärgert sich Katharina Menz über sich selbst

Backnanger Judo-Leichtgewicht passt in Slowenien einmal nicht auf und muss sofort einpacken

Das slowenische Podetrtek war für die Backnanger Judoka keine Reise wert. Für die 27-Jährige kam beim European-Cup in der Gewichtsklasse bis 48 Kilogramm bereits nach dem ersten Kampf das Aus. Grund dafür war eine unglückliche Aktion und ein Rückstand, den die TSG-Kämpferin nicht mehr aufholen konnte.

War einmal unkonzentriert, fiel und war damit schon raus: Katharina Menz (links).Foto: A. Becher

Von Katharina Klein

Die fünfmalige deutsche Meisterin aus dem Murrtal hatte in Slowenien Pech. Elizaveta Stepanova hieß ihre Gegnerin im ersten Kampf. Die war für die Backnangerin dann auch bereits Endstation. Der Triumph der Russin lag allerdings nicht an deren überragendem Können, sondern an Menz‘ unglücklicher Reaktion auf ihren Angriff: „Ich bin gefallen. Das war echt albern und dumm von mir. Davor habe ich zu verhalten angefangen“, übte die Backnangerin Selbstkritik. Sie wusste: „Ich war deutlich besser.“ Fast schaffte Katharina Menz es noch, den Rückstand aufzuholen, aber sie bekam keine Wertung für einen Wurf. Gleichzeitig hatte Elizaveta Stepanova schon zwei Strafen auf dem Konto, bei einer Dritten wäre der Kampf zugunsten von Menz vorbei gewesen. All diese Überlegungen helfen der Backnangerin nun aber auch nicht mehr. Lediglich ein Trost bleibt: „Lieber bei diesem Wettkampf so verlieren, als woanders.“

Nächste Woche geht es für die TSG-Vorzeigejudoka am Sonntag nun für eine Woche ins Trainingslager nach Castelldefels in Spanien. Danach steht für die Deutsche Meisterin ein Trainingslager in Saarbrücken an. Am 27. Juli folgt ein wichtiger Wettkampf: Der Grand Prix im kroatischen Zagreb.

Für die TSG Backnang wartet nächsten Samstag aber ebenfalls ein bedeutendes Duell. In eigener Halle kämpft der deutsche Mannschaftsmeister gegen den Tabellendritten TSV Großhadern darum, als Erster der Südstaffel der Ersten Bundesliga in die Endrunde einzuziehen.