Schon im zweiten Jahr geht’s nach oben

Aufstiegsgeschichten: Fußballfrauen der TSG Backnang schaffen den Sprung in die Bezirksliga und sind zuversichtlich

Viele Vereine im Frauen- und Mädchenfußball haben mit rückläufigen Zahlen und geringerem Interesse zu kämpfen. Das ist bei der TSG Backnang nicht so. Der Klub aus den Etzwiesen spielt seit fünf Jahren erfolgreich mit den Mädchen. Sportlicher Höhepunkt ist nun der Aufstieg des Frauenteams im zweiten Jahr der Neugründung in die Bezirksliga.

Das Team der TSG Backnang um Trainerin Stefanie Franke (vorne rechts) und Co-Trainer Jürgen Ruoff (stehend links) bejubelt den Aufstieg. Foto: A. Becher

Von Heiko Schmidt

Die TSG-Fußballerinnen blicken auf eine erfolgreiche Saison zurück. Nach einem holprigen Start mit einem Sieg und drei Niederlagen in den ersten vier Begegnungen steigerten sich die Schützlinge von Trainerin Stefanie Franke. Dank der zehn Erfolge hintereinander zum Rundenende arbeiteten sich die Backnangerinnen auf den zweiten Platz in der Kreisliga A vor. Ihre Bilanz: 92:21 Tore und 48 Punkte in 20 Partien. „Das Team hat eine famose Rückrunde gespielt und sich grandios entwickelt“, freut sich Martin Götzer, Ressortvorstand Frauen und Juniorinnen bei der TSG. Er schiebt nach: „Es ist ein toller Zusammenhalt in der Mannschaft zu spüren.“ Dieser führte dazu, dass das Etzwiesenteam den Aufstieg ohne Relegationspartien in die Bezirksliga schaffte. „Es hatte keine andere Mannschaft für die Aufstiegsspiele gemeldet“, begründet Götzer.

Einen großen Anteil am Aufschwung im Backnanger Frauenfußball hat Stefanie Franke. Die Trainerin formte in zwei Jahren – in der Saison 2016/2017 belegte die TSG in der Kreisliga A den siebten Rang – ein starkes Team, das gerade mal ein Durchschnittsalter von 18 Jahren hat. Zusammen mit Jürgen Ruoff, der 2017 das Amt des Co-Trainers übernahm, wurden die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Saison 2017/2018 geschaffen.

Zu den Stützen im TSG-Team zählen drei Spielerinnen. Ein sicherer Rückhalt ist Torhüterin Cheyenne Wiedmann. Auf der linken Angriffsseite wirbelt Lina Huber. Zentrale Schaltstation im Mittelfeld war Mirja Suckut, die auch die beste Torschützin der Backnangerinnen in der abgelaufenen Saison war. Die 18-Jährige verlässt nun aber die TSG und wechselt zum Oberligisten Spvgg Stuttgart-Ost. Ihre Position soll Zugang Jessica Heistercamp vom zukünftigen Ligarivalen SGM Oppenweiler/Sulzbach ausfüllen.

Mit guter Arbeit bei den Mädchen

den Grundstein gelegt

Beim Blick in die Zukunft sind die Backnangerinnen zuversichtlich. „Mittelfristig soll es die eine oder andere Liga nach oben gehen. Von Vereinsseite her machen wir in der kommenden Saison aber keine Vorgabe für einen Aufstieg“, sagt Götzer. Allerdings würde der 54-Jährige gerne sehen, wenn sich die TSG-Frauen in der Bezirksliga im vorderen Tabellendrittel ansiedeln würden. Und das wäre für den Verein aus der Murrmetropole ein Lohn für die Arbeit. Schließlich kümmert sich die TSG seit fünf Jahren intensiv ums Mädchenfußball. „Bei uns läuft es entgegen dem allgemeinen Trend sehr gut“, macht Götzer klar. Die D-Mädchen belegten in der Endrunde der Kreisstaffel den fünften Platz. Zweite wurden die B-Mädchen ebenfalls in der Kreisstaffel. Die C-Mädchen spielten in der Kreisstaffel der D-Jungen mit.

In der neuen Saison wird es wieder ein Team der D-Mädchen geben, das weiterhin von Michael Kovac trainiert wird. Auch die C-Mädchen werden an den Start gehen. „Der Zulauf ist speziell bei den jüngeren Altersklassen ordentlich“, freut sich der Resortvorstand Götzer. Allerdings hat er aber auch eine schlechte Nachricht, denn die TSG wird nicht mehr bei den B-Mädchen dabei sein. „Wir haben die Mannschaft abgemeldet, weil wir zu wenige Spielerinnen haben.“ Die verbliebenden sollen ins Frauenteam integriert werden. So wäre die TSG gut für die Zukunft aufgestellt. Das trifft auch auf andere Vereine zu, die sich um den Mädchenfußball bemühen. Dies sind in der Region neben der TSG das Juniorteam Sulzbach und Oppenweiler, der VfR Murrhardt, die Spvgg Kleinaspach/Allmersbach, der FSV Weiler zum Stein, die SGM Weissacher Tal, der TSV Bad Rietenau und die Spvgg Unterrot.