Zum Auftakt gegen den Vizemeister

Oberliga-Fußballer der TSG Backnang erwarten am Samstag um 15.30 Uhr den FC 08 Villingen

Der Tordrang von TSG-Stürmer Mario Marinic (am Ball) ist abermals gefragt. Foto: T. Sellmaier

Von Steffen Grün

Mit dem Heimvorteil im Rücken starten die Fußballer der TSG Backnang in ihre zweite Oberliga-Saison. Morgen um 15.30 Uhr wird mit dem FC 08 Villingen der Vizemeister der Vorsaison im Etzwiesenstadion erwartet, die Roten stehen zum Auftakt also vor einer hohen Hürde. „Es gibt leichtere Gegner, aber mir ist nicht angst und bange“, betont Trainer Andreas Lechner: „Wir können gegen jeden Gegner bestehen, wenn wir unsere Bestleistung abrufen.“ Und gegen alle verlieren, wenn das Team unter seinen Möglichkeiten bleibt.

„Wer in der Runde vorher Zweiter wurde, gehört automatisch zu den Titelanwärtern“, stellt der TSG-Coach lakonisch fest und will nicht lange darüber nachdenken, ob es die Spielplanmacher gut mit seinem neuen Verein gemeint haben. „Wann wir gegen wen spielen, ist eigentlich egal“, so Lechner: „Das kann mal ein Vorteil und mal ein Nachteil sein.“ Weil mit den Spaniern Pablo Gil Sarrión (TSG Balingen) und Cristian Giles Sanchez (SSV Reutlingen) sowie mit Daniel Niedermann (Stuttgarter Kickers) drei wichtige Spieler gingen und einige Neue kamen – darunter drei Talente vom Freiburger Regionalliga-Team –, könnte es sein, dass Villingen am ersten Spieltag noch der Feinschliff fehlt.

Das kann trotz einer insgesamt ordentlichen Vorbereitung jedoch auch auf die Einheimischen zutreffen, die mit Sebastian Gleißner, Nico Walter, Dominic Sessa und Athanasios Coutroumpas ebenfalls den einen oder anderen Leistungsträger ziehen lassen mussten und einige Zugänge zu integrieren haben. Einer davon wird definitiv im Kasten stehen, den Namen will Lechner aber noch nicht verraten. Die Favoritenrolle geht an Marcel Knauß, vermutlich müssen sich Michael Quattlender und Mika Wilhelm hinten anstellen. Dass der aus Freiberg geholte Ex-Aspacher David Kienast als Linksverteidiger beginnt, ist fast sicher, weil der TSG-Trainer sagt: „Es ist sinnvoll, ihn mit seiner Erfahrung auch spielen zu lassen.“ Der aus Fellbach gekommene Thomas Doser könnte mit Patrick Tichy die Innenverteidigung bilden, komplettiert wird die Viererkette vermutlich von Benito Baez-Ayala.

Vieles spricht ohnehin dafür, dass Lechner dieselbe Startelf ins Rennen schickt wie beim 7:1-Sieg in der ersten Runde des WFV-Pokals beim Landesligisten Nafi Stuttgart. Oguzhan Biyik ist in der Mittelfeldzentrale gesetzt. Egal, ob als zweiter Teil der Doppelsechs oder als offensiverer Part in einer Raute hat auch Julian Geldner gute Karten, anfangen zu dürfen. Die Flügel könnten Julian Schiffmann und Jannik Dannhäußer besetzen und die Angreifer Daniel Lang und Mario Marinic mit Flanken füttern. Das Sturmduo will der Trainer übrigens „nicht nur an den Toren messen, sondern auch daran, wie sie für die Mannschaft arbeiten“.

Auf sechs Mann muss Backnang verzichten. Matej Maglica brach sich im Training einen Finger, Leon und Loris Maier sowie Giosue Tolomeo sind im Urlaub, Nino Galle absolviert bislang nur Lauftraining und Paul Weber weilt aus beruflichen Gründen noch rund vier Wochen in den USA. Tyrone Reyinger setzt sich trotz seines Trainingsrückstands auf die Bank, um eine Alternative mehr zu haben.