Drinbleiben, ohne vom Weg abzuweichen

Neuling SV Allmersbach will sein Saisonziel mit den bewährten Kräften und jungen, entwicklungsfähigen Zugängen erreichen

„Am letzten Spieltag noch die Chance zu haben, die Klasse zu halten, ist die Mindestanforderung“, sagt Trainer Thomas Sommer, bevor der SV Allmersbach am Samstag in Schornbach in seine erste Landesliga-Saison seit 1992/1993 startet. „Wenn es früher klappt, sind wir natürlich glücklich“, fügt der 51-Jährige hinzu, der durchaus guter Dinge ist: „Wir haben einen guten Kader beieinander.“

Strebt als Landesliga-Neuling den Klassenverbleib an: Der SV Allmersbach. Hinten von links: Daniel Bohn, Ralf Wildermuth, Philipp Weller, Robin Loistl, Jonathan Klett, Dennis Ullrich, Laurin Wihofszki, Lion Karsch und Marius Gebhardt. Mitte: Betreuer Luca Grün, Tim Rohrbach, Jens Breier, Nick Rühle, Pierre Heinlein, Ron Zäch, Pascal Hofer, Max Scholze, Hannes Theilacker, Robin Rühle, Benjamin Mayer, Trainer Thomas Sommer und Torwarttrainer Ermir Preniqi. Vorne: Tim Wehrsig, Niklas Schommer, Moritz Wahl, Philipp Wieland, Pit Kolloch, Robin Diener, Felix Heinz, Maximilian Eisenmann, Michael Heißwolf und Betreuer Günter Pavan. Es fehlen: Co-Trainer Andreas Renz, Torwarttrainer Manuel Sing, Simon Ferber, Luca Renz, Kim Schmidt und Kevin Renz.

Von Steffen Grün

Sich nach dem zweiten Landesliga-Aufstieg der Vereinsgeschichte mit erfahrenen Kräften zu verstärken, kam für den SVA nicht infrage. Der Sprung nach oben war kaum geschafft, da hatte es Sommer angekündigt, „dass wir unseren Weg weitergehen wollen und nur junge, entwicklungsfähige Akteure holen, die keinen weiten Anfahrtsweg haben“. Den Worten folgten Taten. Zudem sollen fünf Talente aus dem eigenen Stall schon eine Prise Aktivenluft schnuppern, ohne die Ambitionen der A-Jugend zu gefährden, die in der Bezirksstaffel erneut zu den Mitfavoriten gehört.

Im Ergebnis verfügt Allmersbach über eine hungrige Truppe, der es aber noch etwas an Erfahrung fehlt. „Manche Spieler sind noch nicht ganz so weit, aber sie haben das Potenzial“, betont der Trainer, der es „umso wichtiger“ findet, dass die Zweite den Aufstieg in die Kreisliga A gepackt hat. Das gibt ihm die Möglichkeit, denen, die oben selten oder nie zum Zuge kommen, auf höherem Niveau als bislang die benötigte Spielpraxis zu verschaffen. Die jungen Kicker, die regelmäßig in der Landesliga mitmischen dürfen, „werden einen Riesensprung machen – egal, wie es ausgeht“, glaubt Sommer und ergänzt: „Auch die Älteren werden noch etwas lernen.“

Beim Lernen soll es aber nicht bleiben. Allmersbachs Anspruch ist es schon, dass es kein einjähriges Abenteuer, sondern ein längeres Gastspiel auf der Verbandsebene wird. „Die Form ist gut bis sehr gut, die Urlauberquote hielt sich in Grenzen, die Trainingsbeteiligung war hoch“, freut sich der Trainer, dem die Resultate in den acht Testspielen nicht allzu wichtig waren. Der erste Gradmesser sei das Pokalspiel gegen Verbandsliga-Aufsteiger Breuningsweiler gewesen, das der SVA mit 0:3 verlor. „Mit etwas mehr Mut in manchen Situationen hätten wir den Gegner noch stärker in die Bredouille bringen können“, sagt Sommer, führte seinen Spielern dies mit einigen Videosequenzen vor Augen und blickt optimistisch auf die Runde: „Mit taktischer Disziplin und einer Portion Mut können wir gegen viele Kontrahenten mithalten.“

Wichtig wird es sein, die Offensivstärke beizubehalten und hinten trotzdem noch stabiler zu werden. Bewerkstelligen sollen das vor allem die bewährten Kräfte. „Am Stamm ändert sich wenig.“ Von den Zugängen hat sich vor allem Tim Wehrsig in den Vordergrund gespielt und hat gute Karten, in der Innenverteidigung an der Seite von Routinier Ralph Wildermuth zu agieren. Erfahrung steuern auch Michael Heißwolf und Marius Gebhardt bei, die im gewohnten 4-4-2 das Duo im zentralen Mittelfeld bilden könnten. Im Angriff ruhen große Hoffnungen auf Kim Schmidt und Tim Fuchslocher. Niklas Schommer ist nach seiner Verletzung erst wieder ins Lauftraining eingestiegen und wird noch drei, vier Wochen brauchen. Im Tor dürfte es beim Wechselspiel zwischen Pit Kolloch und Philipp Wieland bleiben – es sei denn, Kolloch zieht es fürs Studium weiter weg.