Einen klaren Titelfavoriten gibt es nicht

Unter den 16 Mannschaften befinden sich aber mit Welzheim, Rudersberg, Oberrot und dem TSC Murrhardt vier Aufstiegsanwärter

Mit insgesamt 16 Mannschaften nimmt die Fußball-Kreisliga A2 den Spielbetrieb in der neuen Saison auf. Einen klaren Titelfavoriten gibt es allerdings nicht. Zum Kreis der Aufstiegsaspiranten gehören der Vizemeister FC Welzheim sowie der TSV Rudersberg, der FC Oberrot und der TSC Murrhardt.

Bezirksliga-Absteiger TSV Oberbrüden will ins vordere Mittelfeld kommen. Hinten von links: Trainer Roman Röhm, Fabio Sälzle, Nico Scheurer, Patrick Bühler, Marco Bargel, Valentin Janetzko, Moritz Grün, Fabian Zirnstein, Benjamin Baumert. Mitte: Teammanager Marc Gogel, Trainer Christian Zeppritz, Felix Drab, Michael Munz, Falko Schneider, Lennart Gollnick, Moritz Meister, Emre Doganay, Joannis Raptis, Abteilungsleiter Stefan Schaffroth. Vorne: Oliver Koretz, Stephan Fichtner, Adrian Loshaj, Felix Sälzle, Marc Lidzbarski, Andreas Erb, Marvin Stieräugl, Philipp Gröger und Jan Wurst.

Von Dieter Gall

Neu in der Kreisliga A2 sind neben den beiden Bezirksliga-Absteigern TSV Oberbrüden und FC Viktoria Backnang auch die Aufsteiger aus der Kreisliga B, der Große Alexander Backnang (Meister der Staffel 2), der SV Allmersbach II (Meister der Staffel 3) und die Spvgg Kleinaspach/Allmersbach, die als Vizemeister der Kreisliga B2 in der Relegation die SK Fichtenberg bezwang und die damit in die unterste Spielklasse schickte. Dort muss auch die Spvgg Unterrot als weiterer Absteiger die Rückkehr in die Kreisliga A versuchen. Rüber in die Kreisliga A1 wechselte der TSV Schwaikheim II, während der VfR Birkmannsweiler II freiwillig abstieg.

Nachdem der SV Steinbach in der vergangenen Saison als hoch gehandelter Titelanwärter die Erwartungen erfüllte und sich souverän als Meister in die Bezirksliga verabschiedete, gibt es für die neue Runde keinen absoluten Titelfavoriten. Am ehesten wird dem amtierenden Vizemeister FC Welzheim, der in der Aufstiegsrelegation am KTSV Hößlinswart scheiterte, die Meisterschaft zugetraut. Im selben Atemzug werden aber auch der TSV Rudersberg, der FC Oberrot und der TSC Murrhardt genannt. In Oberrot hat Routinier Martin Beer die Fußballstiefel an den Nagel gehängt, Pascal Petermann schloss sich dem SV Holzheim an. Dennoch sollte der neue Trainer Heiko Rohrweck mit einer eingespielten Truppe eine gute Rolle spielen können. Der TSV Rudersberg sieht sich unter den ersten fünf Mannschaften am Saisonende und hat dafür seinen Kader weitgehend zusammengehalten. Offen vom Aufstieg sprechen die Verantwortlichen beim TSC Murrhardt. Das Trainergespann Yasa Uysal und Serdar Vona hat sein Team kräftig aufgemöbelt. So wechselte beispielsweise Georgios Michailidis vom VfR Murrhardt zum TSC.

Welche Rolle die beiden Bezirksliga-Absteiger aus Oberbrüden und Backnang spielen werden, bleibt abzuwarten. Der TSV Oberbrüden wird zwar von ein paar Konkurrenten ebenfalls als Titelkandidat genannt, sieht sich selbst aber nur im vorderen Mittelfeld. Zudem verloren die Auenwalder gleich fünf Akteure an den neu gegründeten TSV Sechselberg. Beim FC Viktoria Backnang gibt es mit Aljoscha Schäffner einen neuen Spielertrainer, der unter der Regie von erfahrenen Funktionären wie Reiner Ebert und Norbert Hermann das leckgeschlagene Schiff der Grünen wieder auf Vordermann bringen soll. Es gilt nun, den tiefen Fall von der Landesliga zu bremsen und einen Neuaufbau zu wagen.

Im Mittelfeld möchte Florian Mrasek mit der zweiten Mannschaft des SV Allmersbach landen. Nur den Ligaverbleib wünschen sich die Teams aus Kleinaspach, Steinbach und vom Großen Alexander Backnang. Bei der Spvgg Kleinaspach/Allmersbach hat Alexander Holz aufgehört, Torjäger Marek Zeich zog es zum SSV Steinach-Reichenbach. Der Große Alexander Backnang sicherte sich die Dienste von Michael Topalitis (FV Sulzbach). Die zweite Mannschaft des SV Steinbach wird von Alexander Feuchtinger trainiert und soll als Unterbau der gerade erst in die Bezirksliga aufgestiegenen ersten Mannschaft dienen.

Eine sorgenfreie Saison erhoffen sich die Macher beim TSV Althütte, der SKG Erbstetten, der SVG Kirchberg und beim TSV Lippoldsweiler. In Althütte übernahm Dimitrios Stergiou das Traineramt und muss die Abgänge von Tim Kaltenthaler und Luca Flöther (beide SV Unterweissach) kompensieren. Dem stehen sechs Zugänge, unter anderem Alexis Melekidis (VfR Aalen U19) gegenüber. Auch in Erbstetten gibt es mit Ralf Kosztovics einen neuen Trainer, der Daniel Bauer auf dieser Position abgelöst hat. Bauer bleibt dem Verein jedoch als Spieler erhalten. Kirchbergs Coach Arif Güdük hat vier Talente aus der eigenen U19 übernommen. Beim TSV Lippoldsweiler heuerte Francisco Ordonez (FC Viktoria Backnang) an. Mit Marius und Adrian Kinzel sowie Steffen Brecht verloren die Auenwalder jedoch drei Akteure an den TSV Sechselberg.

Um einstellige Tabellenplätze geht es für den FV Sulzbach und den FSV Weiler zum Stein. Die Sulzbacher gehen mit Neutrainer Steffen Winkler in die Saison. Der hat mit Leotrim Aliqkaj (SV Unterweissach) und Feyyaz Benzetti (TSC Murrhardt) Verstärkung für die Offensive bekommen. In Weiler zum Stein muss der ebenfalls neue Trainer Patrick Köllner (früher FC Viktoria Backnang) zukünftig ohne Denis Musik und Francesco Rispoli auskommen, die sich dem TSV Nellmersbach angeschlossen haben. Zum Rundenstart am Sonntag, 26. August, empfängt der FC Viktoria Backnang den SV Allmersbach II. Mitabsteiger TSV Oberbrüden hat den SV Steinbach II zu Gast.