Freude über Auftakt bei alten Bekannten

Philipp Maurer kehrt mit dem HC Oppenweiler/Backnang zum Ex-Klub TSB Horkheim zurück

Kehrt heute mit dem HCOB in die Stauwehrhalle zurück: Philipp Maurer. Foto: M. Fischer

Von Alexander Hornauer

Wenn die Handballer des HC Oppenweiler/Backnang heute um 20 Uhr beim TSB Horkheim in die neue Drittliga-Saison antreten, ist es für Flügelflitzer Philipp Maurer (28) eine besondere Partie. Beim Klub aus dem Heilbronner Süden sammelte der Leistungsträger des HCOB von 2010 bis 2013 seine ersten Erfahrungen im Leistungshandball. Er freut sich aufs Wiedersehen mit alten Bekannten – und auf eine Siegesfeier in der Stauwehrhalle.

Philipp Maurer denkt gerne an seine Zeit in Horkheim zurück. „Es waren drei super Jahre mit großartigen und prägenden Momenten.“ Haften geblieben sind ihm „harte Trainingseinheiten, spannende Spiele und super Feiern nach Siegen.“ Als 20-Jähriger hatte er den Sprung vom damaligen Württembergligisten VfL Sindelfingen ans Stauwehr gewagt und sich bald sein Standing in der Mannschaft erarbeitet. „Ich konnte als junger Spieler in dieser Zeit von meinen erfahrenen Mitspielern viel lernen, die Zeit hat mich individuell vorangebracht.“

In Horkheim habe er gelernt, dass der Vereinsgedanke eine wichtige Rolle einnimmt. Der Abschied 2013 sei ihm nicht leichtgefallen. Maurer wechselte eine Klasse tiefer zum TV Oppenweiler – um mit diesem zwei Jahre später, nunmehr als HC Oppenweiler/Backnang, zum Horkheimer Rivalen in Liga drei zu werden. Die Veränderung bereut er nicht: „Da ich nun meine sechste Saison hier spiele, war es wohl keine schlechte Entscheidung.“ Auch, weil er die nächsten Schritte machte und „ich eine andere Rolle im Team übernehmen konnte“. Der Rechtsaußen war nicht mehr der lernbegierige Youngster, sondern ein trotz junger Jahre erfahrener Spieler, auf dessen Meinung gehört wird.

„Geholfen hat mir beim Einstieg in Oppenweiler, dass man als neuer Spieler mit enorm viel Offenheit und Herzlichkeit empfangen und aufgenommen wird.“ Philipp Maurer war schnell integriert, ist Leistungsträger auf dem Spielfeld und bringt sich beim Nachwuchs ein. Er betreut die A-Jugend und hat die Talente erst unlängst wieder in die Württemberg-Oberliga geführt. Zuletzt war er deshalb intensiv beansprucht, denn die Vorbereitung auf die neue Saison war ebenfalls mit großem Trainingsaufwand verbunden.

Den Lohn will er gemeinsam mit seinem Team nun einfahren, vielleicht schon in Horkheim. Seine Prognose: „Es ist ein offenes Spiel. Es ist die erste Begegnung der Saison. Wir gehen motiviert und gut vorbereitet in die Partie – wir wollen natürlich die ersten zwei Punkte einfahren.“ Der Respekt vor Horkheim ist da. „Es ist klar, dass das nicht leicht wird – aber das wird es in dieser Liga in keinem einzigen Spiel. Darum werden wir alles aus uns rausholen und versuchen, besser als der Gegner zu sein.“

Maurer blickt dem Vergleich und dem Wiedersehen mit alten Bekannten mit Freude entgegen. „Der Weg in die Gästekabine wird vielleicht komisch sein. Sonst spiele ich aber gerne gegen Horkheim, auch auswärts, schließlich habe ich in dieser Halle mein erstes Drittliga-Spiel absolviert. Ich habe viele schöne Erinnerungen an tolle Siege.“ Und der Ehrgeiz ist groß, nun einen weiteren wichtigen Erfolg in der Stauwehrhalle zu feiern – nur dieses Mal eben im grünen Trikot des HCOB und nicht im blauen des TSB.