Neue Maschinen zur Reinigung von Endoskopen

Rems-Murr-Klinikum Winnenden baut Hygienemaßnahmen weiter aus – Investition beläuft sich auf 740000 Euro

Unterstreichen die Leistungsfähigkeit der neuen Maschine (von links): Klinikleiterin Claudia Bauer-Rabe, Landrat Richard Sigel (Aufsichtsratsvorsitzender), Chefarzt Hans Leistert und Teamleiterin Heike Wege. Foto: M. Fuchs/Rems-Murr-Kliniken gGmbH

WINNENDEN (pm). Mit der Installation von neuen Reinigungs- und Desinfektionsmaschinen für Endoskope baut das Rems-Murr-Klinikum Winnenden seine Hygienemaßnahmen weiter aus: Die hochmodernen „Durchreiche-Maschinen“, die seit Kurzem im Einsatz sind, ermöglichen eine sorgfältigere, schnellere und effektivere Reinigung und Desinfektion der Endoskope, informiert das Klinikum. Außerdem warten sie mit neuen technologischen Möglichkeiten auf – darunter eine Zuordnung jedes einzelnen Endoskops zu einem bestimmten Patienten. Dadurch würde eine größtmögliche Patientensicherheit gewährleistet.

Da moderne Endoskope nach dem Einsatz und vor der Wiederverwendung eine technisch anspruchsvolle Aufbereitung erfordern, wurde bereits 2016 beschlossen, die Aufbereitung der Endoskope auf den neuesten technischen Stand zu bringen. Mit der Neuanschaffung kann die Klinik für Gastroenterologie, allgemeine innere Medizin und Geriatrie unter der Leitung von Chefarzt Dr. Hans Leistert ab sofort täglich mehr als 40 endoskopische Untersuchungen durchführen. „Wir sprechen hier nicht von einfachen Waschmaschinen, sondern von einer hochmodernen Technik, die eine größtmögliche Hygienesicherheit für unsere Patienten bietet und gleichzeitig die Abläufe in der Endoskopie für Ärzte und Pflegekräfte erleichtert“, sagt Leistert.

Um Platz für die neuen Maschinen zu schaffen, wurden die Räumlichkeiten der Endoskopie teilweise erweitert und umgebaut. Die Gesamtkosten für Neuanschaffung und Baumaßnahmen liegen bei 740000 Euro. „Diese Investition ist ein wichtiger Schritt, um unser modernes Endoskopiezentrum auszubauen und fit für die Zukunft zu machen“, so Landrat Dr. Richard Sigel. Das Besondere an diesen drei Maschinen und den neuen Trockenschränken sei, so Klinikleiterin Claudia Bauer-Rabe, die strikte räumliche Trennung der benutzten Geräte von den sauberen, desinfizierten Geräten sowie die vollautomatisch überwachte und abgeschlossene Aufbewahrung der fertig aufbereiteten Endoskope.

Seit jeher gehöre die intensive Beschäftigung mit dem Thema Hygiene zum Selbstverständnis der Rems-Murr-Kliniken, informieren die Kliniken weiter. Das gesamte Team beider Kliniken werde von der speziell ausgebildeten Abteilung des Hygienemanagements entscheidend unterstützt. Seit Anfang des Jahres sei dort nun auch ein ärztlicher Verantwortlicher als Krankenhaushygieniker Mitglied. Das Hygienemanagement bestehe aktuell aus fünf Hygienefachkräften, zwei Hygienefachkräften in Weiterbildung, einem qualifizierten Klinikhygieniker sowie einem externen Hygieniker. Darüber hinaus engagieren sich die Rems-Murr-Kliniken in der landesweiten Initiative „Keine Keime“ sowie der nationalen Kampagne „Aktion Saubere Hände“, die für das Thema Hygiene sensibilisieren wollen.