„Wir motivieren uns gegenseitig“

HCOB-Torwart Stefan Koppmeier steht vor seinem ersten Punktspiel in der Gemeindehalle in Oppenweiler

Wenn die Handballer des HC Oppenweiler/Backnang morgen (20 Uhr) gegen die TSG Haßloch ihr erstes Heimspiel der neuen Drittliga-Saison bestreiten, betritt Stefan Koppmeier Neuland. Für den frisch zum Team gestoßenen Torwart ist es das erste Pflichtspiel in der Gemeindehalle. Weil nach einer guten Vorbereitung der Auftakt in Horkheim misslang, ist er umso motivierter.

Stefan Koppmeier möchte auch bei seinem ersten HCOB-Heimspiel in der Gemeindehalle einige Paraden zeigen. Foto: A. Becher

Von Alexander Hornauer

Stefan Koppmeier verlagerte Ende Juni seinen Lebensmittelpunkt ins Murrtal. Er wohnt in Strümpfelbach, das ist praktisch und mit kurzen Wegen sowohl nach Oppenweiler wie auch nach Backnang verbunden. Ihm gefällt es in der Region. Und seine ersten Eindrücke von seinem neuen Klub fallen ebenfalls positiv aus. „Ich wurde direkt gut aufgenommen und konnte mich deshalb bereits in der neuen Umgebung einleben.“ Sportlich sieht er seine neue Mannschaft gut aufgestellt. Er hat den Eindruck gewonnen, „dass wir eine schlagkräftige Truppe haben, die gut vom Umfeld unterstützt und getragen wird“. Bei Veranstaltungen wie den Sporttagen oder dem Riva-Handball-Cup hatte er die Gelegenheit, auch mit Zuschauern und Fans in Dialog zu kommen.

Der Wechsel ins Murrtal kam nicht völlig aus der Luft. Schon vor zwei Jahren – Koppmeier spielte damals für die SG Pforzheim/Eutingen in der Baden-Württemberg-Oberliga – stand ein Wechsel des 23-Jährigen zum HC Oppenweiler/Backnang im Raum. Damals entschied er sich aber für den Sprung zum TV Großwallstadt. Mit dem Traditionsverein errang er zuletzt die Meisterschaft in der Oststaffel der Dritten Liga. Dass es im zweiten Anlauf mit einem Wechsel zum HCOB klappte, hängt damit zusammen, dass er seinen Lebensmittelpunkt aus dem Unterfränkischen wieder mehr in Richtung Süden verlegen wollte, um näher an seinem Freundes- und Bekanntenkreis zu sein. Außerdem wird er demnächst ein Lehramtsstudium in Ludwigsburg aufnehmen, das lässt sich mit Handballspielen beim HC Oppenweiler/Backnang gut in Einklang bringen.

Auch sportlich möchte er Akzente setzen und zu zahlreichen Spielanteilen kommen. Mit seinem Torwartkollegen Thomas Fink liefert er sich einen Wettstreit um Einsatzzeiten. Stefan Koppmeier betont, dass das Zusammenspiel bestens sei. „Thomas ist ein klasse Typ. Er ist ein starker Torhüter, der einen ganz anderen Stil hat als ich, deshalb ergänzen wir uns gut und lernen voneinander.“ In der Tat herrscht bei den Trainingseinheiten ein konstruktives Klima. „Es ist für uns beide sehr hilfreich, dass wir uns gegenseitig motivieren und anspornen.“

Koppmeier gilt als Torwart, der im Zusammenwirken mit seinen Vorderleuten zur Bestform aufläuft. In den Vorbereitungsspielen hat das oft gut funktioniert, ausgerechnet zum Rundenauftakt aber stimmten die Absprachen nicht. Deshalb sagt der Torwart zum 25:29 beim TSB Horkheim: „Da sind wir nicht gut gestartet, und das nehme ich mit auf meine Kappe. Dem Rückstand, den wir uns da eingefangen haben, sind wir lange hinterhergelaufen.“ Deshalb will der Torwart im Spiel gegen die TSG Haßloch zeigen, dass es besser geht. „Wir haben die Begegnung in Horkheim aufgearbeitet“, sagt Stefan Koppmeier. Er ist optimistisch, dass es gelingt, dass einige Fehler, die zum Auftakt noch Mühe bereitet hatten, nun vermieden werden können. „Und dann bin ich fest davon überzeugt, dass wir als Mannschaft in unserer Halle und vor unseren Fans die ersten beiden Punkte einfahren werden.“