Zuversicht vor dem Duell der Schwaben

Aspachs Drittligafußballer erwarten den VfR Aalen und gehen die schwere Aufgabe durchaus mit Optimismus an

„Wir sind mal wieder dran“, sagt Timo Röttger und spricht von einem Heimsieg der Aspacher Drittligafußballer. Den will der Stürmer mit der SG Sonnenhof heute ab 19 Uhr gegen den VfR Aalen landen. Sein Trainer Sascha Hildmann hätte nichts dagegen, wenn das Schwaben-Duell gegen den VfR Aalen an die Fautenhau-Elf gehen würde. Doch der Coach weiß: „Das wird eine schwere Aufgabe.“

Hat den ersten Heimsieg der Saison fest im Blick: Routinier Timo Röttger, der mit Großaspach heute Abend den VfR Aalen empfängt.Foto: A. Becher

Von Uwe Flegel

0:0 zu Hause gegen Osnabrück, 0:0 beim KFC Uerdingen. Ein Blick auf die Tabelle sagt. Zwei Teilerfolge gegen zwei Topteams. Und das nach jeweils guten Leistungen und gar einem leichten Chancenplus für die SG Sonnenhof. Klar, dass sich da in all die Großaspacher Zufriedenheit über die starken Auftritte auch ein wenig die Erkenntnis mischt: Da wäre mehr drin gewesen als jeweils nur ein Punkt. Doch Effektivität in Sachen Chancenverwertung wird in Großaspach derzeit nicht ganz groß geschrieben. Sascha Hildmann sagt dazu: „Das hat auch was mit Matchglück zu tun und das musst du dir immer wieder erarbeiten.“

So wie im Pokalduell beim Oberligisten Neckarsulm, als der Drittligist eine Verlängerung benötigte, um am Ende doch noch klar mit 5:2 zu gewinnen. „Fünfmal Aluminium und vier Großchancen, die wir ausgelassen haben“, erinnert sich der 46-jährige Trainer an eine Reihe vergebener Möglichkeiten, die seine Mannschaft 30 Minuten zusätzlichen Kraftaufwand kosteten. „Die haben wir in den Knochen, dabei hätte es schon nach 90 Minuten 5:2 stehen müssen“, stellt Hildmann fest, hat aber auch durchaus Positives entdeckt, was die Moral und Bereitschaft seines Teams anbelangt: „Du spielst toll, nutzt deine Chancen nicht und liegst plötzlich 1:2 zurück, ohne richtig zu wissen, warum. Da musst du dann erst einmal zurückkommen.“

Klar ist dem SG-Coach, dass sich sein Team im Schwaben-Duell der Dritten Liga heute Abend einen solch großzügigen Umgang mit seinen Tormöglichkeiten wohl nicht leisten kann. „Das wird eine ganz schwere Aufgabe“, prophezeit Hildmann und erinnert daran, dass sich der VfR Aalen vor dieser Saison einen hochkarätigen und kostspieligen Kader neu zusammengestellt hat, mit dem der Verein von der Ostalb oben angreifen und möglichst rasch zurück in die zweite Liga will. Spieler wie Matze Morys, Luca Schnellbacher, Patrick Funk oder auch Royal-Dominique Fennell sind für Drittligaverhältnisse echte Hausnummern und für Hildmann Spieler, die eine Partie alleine entscheiden können. Deshalb fordert der Trainer von seiner Elf, „dass wir versuchen, Aalen seine Stärken zu nehmen. Wir dürfen ihnen keinen Raum für ihre schnellen Konter geben.“

Dass Aspach dazu in der Lage ist, haben Kapitän Julian Leist und Co. zuletzt gezeigt. Spielerisch überzeugend sei der Auftritt in Uerdingen gewesen, lobt Hildmann und erinnert an die stolze SG-Serie von sechs Partien in Folge ohne Niederlage. Daran gilt es in der Montagabendpartie der Dritten Liga anzuknüpfen, sagt der Trainer und erklärt: „Wichtig ist, dass wir genau so wie zuletzt weiter spielen, genau so dran bleiben und keinen Deut nachlassen.“ Und: Dass irgendein Aspacher irgendwann mal das Runde ins Eckige befördert.

Personell ist die Mannschaft aus dem Fautenhau dafür durchaus gerüstet. Zwar fällt mit Kai Gehring (Rücken) eine Stütze in der Defensive weiterhin aus, doch ansonsten sind bis auf die langzeitverletzten Jeff-Denis Fehr (Schambeinentzündung) und Nico Jüllich (Leiste) sowie Dan-Patrick Poggenberg alle fit. Wobei Letztgenannter seine muskulären Probleme langsam im Griff hat und sich bereits im Aufbautraining befindet.