Befürchtungen haben sich bewahrheitet

Kreuzband gerissen: Für Jakub Strýc ist die Saison beim Handball-Drittligisten HC Oppenweiler/Backnang wohl bereits beendet

Kreisläufer Jakub Strýc vom HC Oppenweiler/Backnang musste im Heimspiel gegen Haßloch auf einer Trage das Spielfeld verlassen. Foto: A. Becher

Von Alexander Hornauer

Der Handball-Drittligist HC Oppenweiler/Backnang muss für lange Zeit auf Jakub Strýc verzichten. Der Kreisläufer, der im Sommer vom Zweitligisten Dessau-Roßlauer HV ins Murrtal gewechselt war, hat sich im Heimspiel am Samstag gegen Haßloch eine schwere Verletzung am linken Knie zugezogen. Bereits in den kommenden Tagen muss er sich einer Kreuzband-Operation unterziehen.

Schon unmittelbar nach der verhängnisvollen Spielszene, in der der Sportler mit Wurzeln im tschechischen Pilsen mit erkennbaren Schmerzen zu Boden ging hatten, befürchteten die meisten Zuseher, dass es sich um einen größeren Schaden am Knie handelt. Die Untersuchungen in den vergangenen Tagen bestätigten die Sorgen. Der sportliche Leiter Jochen Bartels beklagt das Verletzungspech: „Das hat zwei Dimensionen. Es ist zum einen für Jakub, den wir in den vergangenen Monaten als sehr angenehmen Menschen kennengelernt haben, wirklich sehr schade. Zum anderen ist es für uns unter sportlichen Gesichtspunkten ausgesprochen unerfreulich, da er sich gut integriert hat und auf dem besten Weg war, eine wichtige Säule im Team zu werden.“ Mit Rückraumspieler Benjamin Röhrle und Außen Johannes Csauth fallen bereits zwei andere Akteure langfristig aus, vermutlich bis ins neue Jahr, nun nimmt auch Jakub Strýc im Lazarett Platz.

Vermag man zum aktuellen Zeitpunkt auch noch keine Prognose darüber treffen, bis wann der Kreisläufer wieder Handball spielen kann, so muss der HCOB realistisch betrachtet davon ausgehen, dass für den weiteren Verlauf dieser Saison eine Lücke im Kader klafft. Beim Heimspiel gegen die TSG Haßloch spielten Philipp Schöbinger und Dominik Koch auf dieser Position. Im Falle von Koch ist es so, dass er auch für die Württembergliga-Mannschaft eingeplant ist. Seine Einsätze sind also dosiert zu wählen, damit er sich nicht im ersten Team fest spielt. Aus diesem Grund wird am Samstag zum Auswärtsspiel beim TuS Fürstenfeldbruck neben Koch und Schöbinger – seine Rote Karte in den Schlusssekunden zieht keine Sperre nach sich – auch Sascha Röhrle mitfahren. Der routinierte Handballer ist seit dem Beginn dieser Saison zurück bei Oppenweiler/Backnang, nachdem er die vergangenen beiden Jahre für den TSV Alfdorf/Lorch in der Württembergliga gespielt hatte. Der 36-jährige Röhrle gehörte einige Jahre der ersten Mannschaft des TV Oppenweiler an und spielte in der Saison 2015/2016 im Drittligateam aus dem Murrtal.

Darüber, wie sich der HC Oppenweiler/Backnang in den kommenden Wochen und Monaten am Kreis aufstellen wird, beispielsweise ob mit einer internen oder mit einer externen Lösung, kann Bartels noch nichts Abschließendes verkünden, aber „wir stehen seit Sonntag alle miteinander im Dialog und versuchen herauszufinden, was die beste Lösung ist“.