Hoffen auf erneuten Auswärtscoup

Der personell dezimierte Handball-Drittligist Oppenweiler/Backnang gastiert beim stark gestarteten TuS Fürstenfeldbruck

Handball-Drittligist Oppenweiler/Backnang wartet auf den ersten Saisonsieg. Ob es morgen (19.30 Uhr) beim TuS Fürstenfeldbruck in der Wittelsbacher Sporthalle gelingt? Es ist eine Herkulesaufgabe. Der TuS ist mit Siegen gegen die Zweitliga-Absteiger Konstanz und Saarlouis perfekt gestartet. Vielleicht hilft dem HCOB die Erinnerung an die Vorsaison. Da gelang den Murrtalern ein Coup bei den Oberbayern.

Nach der Verletzung von Jakub Strýc künftig wieder für Oppenweiler/Backnang in Liga drei am Ball: Routinier Sascha Röhrle. Foto: B. Strohmaier

Von Alexander Hornauer

Zwei Niederlagen zum Auftakt, dazu Verletzungspech (die Rückraumspieler Ruben Sigle und Benjamin Röhrle sowie Linksaußen Johannes Csauth), besonders ärgerlich und auch traurig nun das Ausscheiden von Kreisläufer Jakub Strýc mit einer schweren Knieverletzung. „Da müssen wir schon ein wenig an die Erinnerungen aus der vergangenen Saison ankämpfen“, gesteht HCOB-Trainer Matthias Heineke. Am besten ginge das mit einem Erfolgserlebnis, am besten so schnell wie möglich, das wäre dann am Samstag in Fürstenfeldbruck.

„Unsere Fehler aus dem Spiel gegen Haßloch haben wir hart analysiert“, berichtet Heineke, „jetzt richten wir den Blick ausnahmslos auf das nächste Spiel, das erfordert unsere ganze Kraft.“ Vieles, was sich die Mannschaft in der Vorbereitung erarbeitet hat, kann derzeit nicht umgesetzt werden, weil Protagonisten fehlen. Es gilt, zu improvisieren und neue Lösungen zu finden. Das ist nicht einfach; die Kreisläuferposition ist eine hoch spezialisierte Aufgabe innerhalb eines Mannschaftsgefüges. Morgen machte neben Philipp Schöbinger und Dominik Koch auch Sascha Röhrle die Reise nach Oberbayern mit. Sein Trikot mit der Nummer 36 – seine favorisierte 15 ist an Kevin Wolf vergeben – ist schon gedruckt. Zu bedenken ist: Mit Strýc fehlt auch eine Säule im Abwehrzentrum.

Auch Fürstenfeldbruck hat Verletzungspech. Leistungsträger fehlen noch geraume Zeit. Ein Vorteil – wenn man es so nennen will – für Trainer Martin Wild und sein Team ist: Sie hatten in der Vorbereitung Zeit, sich darauf einzustellen, sie konnten Alternativen üben und einstudieren. Zudem, sagt Heineke, „bringen sie Basics wie Kampfbereitschaft und Konterspiel schon nahezu am Maximum auf die Platte“. Und die Fürstenfeldbrucker hatten auch das nötige Quäntchen Glück. Die Geschichte vom Freiwurf der HSG Konstanz, der im Torgebälk kleben blieb, ist hinlänglich bekannt.

„Grundsätzlich ist es außergewöhnlich schwer, in Fürstenfeldbruck zu gewinnen“, sagt Heineke. „Wir müssen absolut am Limit spielen und kämpfen, dann kann was gehen, wir haben es im April selbst gesehen.“ Wichtig sei, im Rückzug permanent auf der Hut zu sein und das Abwehrzentrum gut zu schließen. „Und weil wir uns mit einem der besten Konterteams der Liga messen, brauchen wir selbst auch leichte und schnelle Tore.“ Es gilt, konsequent Nadelstiche zu setzen, um einen neuerlichen Coup zu landen.

  Der HCOB setzt nach Fürstenfeldbruck einen Fanbus ein. Abfahrt an der Gemeindehalle Oppenweiler ist um 14 Uhr. Anmeldung bei Erich Maier unter Telefon 07191/4216.