Kandidaten müssen Farbe bekennen

BKZ-Wahlpodium: Diskussionsrunde zur Bürgermeisterwahl am Dienstag in Kleinaspach – Leser können Fragen stellen

Wolfgang SchopfFoto: A. Becher

(kf). Nach 24 Jahren verabschiedet sich Bürgermeister Hans-Jörg Weinbrenner Ende November aus dem Aspacher Rathaus. Aus gesundheitlichen Gründen verzichtet der 58-Jährige auf eine erneute Kandidatur. Um seine Nachfolge bewerben sich wie berichtet vier Kandidaten. Drei davon stammen aus Aspach: Bauamtsleiterin Sabine Welte-Hauff (53), der Mechatronik-Techniker Udo Wruck (56) und der 61-jährige Sprecher der SPD-Fraktion im Gemeinderat, Wolfgang Schopf. Hinzu kommt noch Dauerkandidatin Friedhild „Fridi“ Miller aus Sindelfingen. Viel Zeit bleibt den 6656 Wahlberechtigten nicht, um die Bewerber und ihre Pläne für Aspach kennenzulernen, denn bis zur Wahl am 30. September sind es nur noch drei Wochen. Ein zweiter Wahlgang findet, falls erforderlich, am 14. Oktober statt.

Zur ersten öffentlichen Wahlveranstaltung lädt die Backnanger Kreiszeitung am Dienstag, 11.September, in die Hardtwaldhalle nach Kleinaspach ein. Das BKZ-Wahlpodium, das von Redaktionsleiter Kornelius Fritz moderiert wird, beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Zur Podiumsdiskussion hatte unsere Zeitung alle vier Bewerberinnen und Bewerber eingeladen, Fridi Miller und Udo Wruck werden allerdings nicht daran teilnehmen. Miller begründet ihre Absage mit einer zeitgleichen Veranstaltung zur OB-Wahl in Villingen-Schwenningen, wo sie ebenfalls antritt. Udo Wruck macht statt Wahlkampf lieber Urlaub.

Bleiben mit Sabine Welte-Hauff und Wolfgang Schopf die beiden Kandidaten, die wohl die größten Chancen auf den Chefsessel im Rathaus haben. Beide kennen die Aspacher Kommunalpolitik gut, allerdings aus unterschiedlichen Perspektiven: Welte-Hauff leitet seit 1995 das Ortsbauamt der Gemeinde, Schopf ist seit 2014 Mitglied des Gemeinderats und seit 2015 Sprecher der dreiköpfigen SPD-Fraktion. Beim BKZ-Wahlpodium müssen die beiden nun Farbe bekennen und erklären, was sie an der Spitze der Verwaltung bewegen wollen.

An Themen mangelt es in Aspach nicht: Die ortsansässigen Unternehmen drängen auf eine Erweiterung des Gewerbegebiets Forstboden, den Fußballvereinen mangelt es an Trainingsplätzen, und viele Familien tun sich schwer bei der Suche nach einer bezahlbaren Wohnung oder sogar einem eigenen Haus. Und natürlich denkt jeder, der den Namen Aspach hört, auch automatisch an Andrea Berg und die Drittliga-Fußballer der SG Sonnenhof. Beide verhelfen der kleinen Gemeinde zu bundesweiter Bekanntheit, allerdings bringen die regelmäßigen Großveranstaltungen auch Belastungen für die Anwohner mit sich. Wie positioniert sich hier der künftige Bürgermeister oder die Bürgermeisterin? Will er oder sie die weitere Entwicklung von Sonnenhof und SG aktiv unterstützen oder eher bremsen?

An diesem Abend soll es aber nicht nur um Fakten und Positionen gehen, sondern auch darum, die Kandidaten etwas besser kennenzulernen. Der Moderator wird den Bewerbern deshalb auch einige persönliche Fragen stellen. Im Anschluss an die Podiumsdiskussion haben dann die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Wer möchte, kann diese auch schon vorab schriftlich einreichen.

  Bürger aus Aspach, die Fragen an einen oder beide Bürgermeisterkandidaten haben, können diese bis 10. September entweder per E-Mail an k.fritz@bkz.de oder schriftlich an die Backnanger Kreiszeitung, Postgasse7, 71522 Backnang, schicken.