Korbinian Burger ist eine feste Größe

Innenverteidiger fühlt sich in der kurzen Zeit bei der SG Sonnenhof Großaspach sehr wohl

Korbinian Burger (links im Zweikampf mit Fürths Roberto Hilbert) gewann mit der SG Sonnenhof Großaspach das erste Turnierspiel knapp.Foto: Imago

Von Heiko Schmidt

Zu einer festen Größe hat sich Korbinian Burger beim Fußball-Drittligisten SG Sonnenhof Großaspach entwickelt. Der 23-jährige Innenverteidiger trägt erst seit dieser Saison das Trikot des Dorfklubs, stand aber schon bei den bisherigen sechs Drittliga-Partien der Großaspacher auf dem Platz. „Ich hatte mir es gewünscht, dass es so gut läuft“, sagt der in Cham in Bayern geborene Defensivmann. Er schiebt auch gleich nach: „Ich habe mich hier bei der SG überragend eingelebt und fühle mich super wohl.“

Für Burger ist der Drei-Ligen-Cup etwas Besonderes. „Gegen Topspieler aus der Ersten und Zweiten Bundesliga spielt man nicht alle Tage.“ Zudem sieht er die Nähe von den Spielern zu den Fans bei einem solchen Turnier als eine „große Sache“. Gestern gab es ein Wiedersehen für den Defensivmann mit seinem Ex-Verein. Burger war nämlich ein Jahr lang für die Spvgg Greuther Fürth am Ball. Dort spielte er vorrangig in der zweiten Mannschaft in der Regionalliga Bayern. Doch: „Ich habe in der Rückrunde bei den Profis mittrainiert.“ Im Zweitliga-Team des Vereins mit dem Kleeblatt kam der 23-Jährige auf einen Einsatz. Beim 5:0-Erfolg in der ersten Runde des DFB-Pokals beim SV Morlautern spielte er 90 Minuten. Außerdem stand der 1,89 Meter große Akteur im Fürther Kader bei zwei Zweitliga-Partien. Guten Kontakt hat Burger unter anderem noch zu Marius Funk und Daniel Steininger. „Ich habe beim Turnier auch einige andere bekannte Gesichter bei den Fürthern getroffen.“

Doch für den SG-Akteur war die Partie gegen seinen Ex-Klub ein Spiel wie jedes andere, außer dass es nur über einmal 45 Minuten ging. Für den Abwehrmann ist der Sprung von der Regionalliga eine Etage höher ein „großer Unterschied“. Er sagt: „Das hier in Großaspach ist meine erste richtige Station bei einem Herrenteam.“ Vor seinem Jahr in Fürth war der Fußballer bei den zweiten Mannschaften des FC Bayern München (2015 bis 2017) und des TSV 1860 München (2014 bis 2015) aktiv. In der Jugend kickte er beim TSV 1860 und davor bei seinem Heimatverein ASV Cham.

Burger will aber nicht so viel nach hinten, sondern mehr nach vorne schauen. Den Sprung in die Dritte Liga hat er bislang sehr gut geschafft. „Ich möchte mich von Woche zu Woche persönlich verbessern, eine gute Leistung abrufen und so viel Einsatzzeiten wie möglich haben“, nennt der SG-Profi sein Ziel. Ihm gelang in dieser Saison auch eine Torvorlage. Ein Treffer blieb ihm bislang verwehrt. „Ich hoffe, dass ich das eine oder andere Tor noch machen werde.“ Dabei denkt der Fußballer besonders, dass er nach Standardsituationen seine Kopfballstärke ausspielen kann. Viel wichtiger ist ihm jedoch, dass „hinten die Null steht“. Das klappte in dieser Runde bei drei Drittliga-Partien. Und in welche Richtung geht es für ihn mit der SG Sonnenhof in dieser Saison hin? „Wir wollen viele Punkte sammeln, um den Klassenerhalt zu schaffen“, antwortet Burger. Momentan steht er mit dem Dorfklub über dem Strich. Die Ausbeute von 6:5 Toren und sieben Punkten brachte den Aspachern den 13. Platz. Burger ist jedoch klar: „In den ersten sechs Spielen haben wir gesehen, dass wir mit allen Mannschaften mithalten können.“ Zur gleichen Einschätzung kam der Innenverteidiger, der auch in der linken Defensive spielen kann, gestern auch beim Turnier um den Drei-Ligen-Cup. Denn Großaspach bot seiner Ansicht nach den beiden höherklassigen Teams Paroli.