Polizei kündigt Schulwegkontrollen an

Ordnungshüter überprüfen Gurtanlege- und Kindersicherungspflicht – Geschwindigkeitsmessungen auch an Bushaltestellen

WAIBLINGEN/AALEN (pol). Für viele Schüler fängt die Schule an. Für alle gilt: erhöhte Aufmerksamkeit auf dem Schulweg. Während die Erwachsenen meist in Autos oder im Lkw sitzen, sind die Kinder überwiegend als Fußgänger oder Radfahrer unterwegs. Das bedeutet auch, dass ein Unfall für sie wesentlich schwerwiegendere Folgen haben kann, als für einen Autofahrer. Das Polizeipräsidium Aalen hat Zahlen zu Schulwegunfälle für das Jahr 2017 erhoben. Im Betrachtungszeitraum kam glücklicherweise kein Kind auf dem Schulweg ums Leben. Bei insgesamt 23 Schulwegunfällen (42 im Jahr 2016) im Rems-Murr-Kreis wurden 6 (5) Kinder schwer und 20 (36) leicht verletzt.

Auch im Jahr 2018 führt die Polizei in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt und den Großen Kreisstädten verstärkt Verkehrskontrollen im Umfeld von Kindergärten und Schulen durch.

Besondere Schwerpunkte bei den Kontrollen sind:

  Überwachung der Gurtanlege- und Kindersicherungspflicht.

  Geschwindigkeitskontrollen, insbesondere an Stellen mit erhöhten Unfallgefahren für Kinder und Jugendliche und im Bereich der Schulwege.

  Verhalten der Kraftfahrer gegenüber öffentlichen Verkehrsmitteln, Schulbussen, an Bushaltestellen sowie Fußgängerfurten und Fußgängerüberwegen.

  Ahndung von Verstößen gegen Park- oder Haltverbote und die Nutzung von Mobiltelefonen im engen Umfeld von Schulen, Kindergärten oder geschützten Überwegen.

  Überprüfung der technischen Sicherheit der von Schülerinnen und Schülern genutzten öffentlichen Verkehrsmitteln im Straßenverkehr.

  Überwachung des Schülerverhaltens auf den Schulwegen und Radschulwegen. Die Nutzung eines Radhelmes sollte ausdrücklich empfohlen werden.

Das Augenmerk der Kontrollen liegt dabei nicht nur auf einer Gruppe von Verkehrsteilnehmern. Es geht vielmehr darum, sämtliche Personengruppen, die am Straßenverkehr teilnehmen, zu Schuljahresbeginn für die Gefahren des Schulwegs zu sensibilisieren.

Was Eltern tun können, um ihren Kleinen den Start ins Schuljahr so sicher und angenehm zu gestalten?

  Nutzen Sie die Zeit vor dem Schulstart und üben Sie mit Ihrem Kind den Schulweg. Weisen Sie ihr Kind auf die Gefahrenstellen hin und wie es sich sicher im Straßenverkehr bewegen kann.

  Lassen Sie Ihre Kinder, wenn möglich, zu Fuß zur Schule gehen. Nur so lernen sie sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen. Ansonsten gibt es sicherlich einen Schulbus.

  Mit dem Fahrrad sollten die Schüler erst zur Schule fahren, wenn sie die Radfahrausbildung absolviert haben.

  Wenn es denn sein muss, dass Sie ihr Kind mit dem Auto zur Schule bringen, dann achten Sie immer darauf, dass sie die gängigen Sicherungsmöglichkeiten beherzigen.

  Seien Sie Ihren und fremden Kindern im Straßenverkehr stets ein Vorbild.

  Weitere Informationen und Tipps zum sicheren Schulweg stehen im Internet unter: www.gib-acht-im-verkehr.de, www.bus- fahrenaber-richtig.gib-acht-im-verkehr.de, www.schuetze-dein-bestes.de, http://- schuelerfairkehr.gib-acht-im-verkehr.de, https://im.badenwuerttemberg.de/de/- sicherheit/polizei/praevention/verkehrs- praevention und www.das-kleine-zebra.de.