Spätestens im Oktober rollt der Verkehr

Auf dem B-14-Abschnitt Waldrems–Nellmersbach fehlt noch der Deckbelag – Baufirma hat Probleme, Asphaltkolonne zu bekommen

Das Ende der Bauarbeiten am vierstreifigen B-14-Abschnitt zwischen Ortsende Waldrems und Nellmersbach steht unmittelbar bevor. Laut Regierungspräsidium Stuttgart ist die Fertigstellung für diesen oder allerspätestens den nächsten Monat geplant. Aber bevor der Verkehr auf beiden Fahrbahnen geführt werden kann, sind neben dem Einbau des Deckbelags noch weitere Arbeiten notwendig.

Bis zur Verkehrsfreigabe müssen noch viele Restarbeiten erledigt werden. Zuletzt wurden die Fundamente für die Schilder betoniert.Foto: A. Becher

Von Matthias Nothstein

BACKNANG. Innerhalb des gesamten Projekts B-14-Neubau um Backnang herum ist der Abschnitt zwischen Nellmersbach und Waldrems der kleinste und unproblematischste. Gerade einmal einen Kilometer lang mit lediglich einer Feldwegebrücke. Und trotzdem wurde der Fertigstellungstermin schon mehrfach verschoben. Erst sollte die Ertüchtigung der Strecke auf vier Fahrspuren im November vergangenen Jahres fertig werden. Dann hieß es Mai. Dann Juli. Dann August. Jetzt meldet die Pressestelle des Regierungspräsidiums: „Die Fertigstellung des Bauabschnitts 1.1 ist für September/ Oktober geplant.“

Die Behörde teilt ferner mit, dass derzeit noch Restarbeiten an der Peripherie vorgenommen werden. Darunter laufen Arbeiten an den Amphibienleiteinrichtungen sowie Rekultivierungsarbeiten. Des Weiteren werden Telekomkabel im Bereich der Böschung des Wirtschaftsweges und der Feldwegüberführung verlegt.

Die Koordinierung der restlichen Arbeiten ist nicht einfach. So müssen jetzt zuerst noch Arbeiten für die Herstellung der Fundamente für die Lichtsignalanlage am neuen Knotenpunkt B14/Illerstraße vorgenommen werden. Und zwar zwischen den beiden Fahrbahnen im Mittelstreifen sowie auf der östlichen Fahrbahn und in der Illerstraße.

Für die Restarbeiten müssen beide linke Fahrspuren gesperrt werden

Diese Fundamentarbeiten für die Ampelanlage müssen vor dem Einbau der Deckschicht erfolgen. Andererseits können andere Arbeiten erst erledigt werden, wenn die Deckschicht bereits aufgebracht ist. Etwa das Aufbringen der Fahrbahnmarkierung auf der östlichen Fahrbahn, die Herstellung der Bankette oder das Setzen der Leitpfosten.

Sind die oben genannten Arbeiten durchgeführt, wird der Verkehr auf die nächste Verkehrsphase umgelegt. Dabei wird in Fahrtrichtung Schwäbisch Hall nur der äußere Fahrstreifen der östlichen Fahrbahn freigegeben. Und der Verkehr in Fahrtrichtung Stuttgart bleibt wie bisher auf der westlichen Fahrbahn. Dann sind die jeweiligen Fahrstreifen direkt neben der Mittelleitplanke ohne Verkehr. Sie sind somit für die Arbeiter zugänglich. In dieser Phase können die restlichen Arbeiten erledigt werden. Dies sind der Einbau der noch fehlenden Mittelleitplanken auf der Seite der westlichen Fahrbahn sowie Fahrbahnmarkierungsarbeiten in diesem Bereich.

Die Fundamente für die Beschilderung des neuen Abschnitts wurden dieser Tage bereits gesetzt sowie einige Schilder montiert. Die restlichen Schilder werden kurz vor der Verkehrsfreigabe dieses Bauabschnitts montiert.

Die Tatsache, dass viele Arbeiten nur hintereinander und in einer ganz bestimmten Reihenfolge erledigt werden können, ist nur ein Grund für die längere Bauzeit. Viel problematischer ist, dass die ausführende Baufirma Schwierigkeiten hat, eine Asphaltkolonne für die Deckschichtarbeiten in diesem Abschnitt zu bekommen. Die RP-Pressestelle schreibt: „Die Asphaltkolonnen sind derzeit aufgrund der vielen Baustellen, die während der Sommerferien durchgeführt werden müssen, weitestgehend ausgelastet. Für die Umlegung auf die neue Verkehrsphase, in der mit je einem Fahrstreifen beide Fahrbahnen befahren werden, muss die Deckschicht aufgebracht sein. Der spätere Einbau der Deckschicht führt leider erneut zu geringen Verzögerungen im gesamten Bauablauf. Wir sind mit der ausführenden Baufirma bezüglich einer zügigen Durchführung der noch ausstehenden Asphaltarbeiten in engem Kontakt. Leider sind Asphaltkolonnen derzeit so ausgelastet, dass auch eine Beauftragung einer Drittfirma zu keiner früheren Fertigstellung führt.“

Das Regierungspräsidium befindet sich ferner in Gesprächen mit der Deutschen Bahn wegen der Planung der Bahnbrücken. Beide Brücken südlich des Backnanger Bahnhofs müssen im Zuge des B-14-Ausbaus neu gebaut werden.