Oberste Prämisse ist der Ligaverbleib

Männer, Landesliga: Die HSG Sulzbach-Murrhardt will sich als Aufsteiger schnell in der neuen Umgebung zurechtfinden

Die HSG Sulzbach-Murrhardt betritt Neuland und spielt in der Landesliga. Das ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Die Mannschaft von Trainer Alexander Belz hat sich den Klassenverbleib zum Ziel gesetzt. Spannend ist die Frage, wie das Fehlen von drei Stützen der vergangenen Jahre kompensiert wird.

Die HSG Sulzbach-Murrhardt strebt als Aufsteiger den Verbleib in der Landesliga an. Hinten von links: Fabian Weller, Michael Müller, Tizian Lang, Fabian Fritz und Bernd Pröger. Mitte: Trainer Alexander Belz, Julian Nothdurft, Lucas Pecoroni, Physiotherapeutin Inka Belz, Tobias Gruber und Pressewart Tobias Lörch. Vorne: Julian Weller, Tim Danner, Christoph Boitin, Tolga Ressimoglu, Johannes Hofmann, Benedikt Strozynski, Nicolai Plapp und Andreas Vogelmann. Foto: privat

Von Alexander Hornauer

In den vergangenen Jahren mischte die HSG regelmäßig an der Spitze der Bezirksliga mit, scheiterte aber wiederholt auf den Zielgeraden am Aufstieg. Unter dem neuen Coach Alexander Belz gelang der erhoffte Sprung in die Landesliga in der vergangenen Saison, die Murrtaler behielten auch in den entscheidenden Duellen mit den Mitkonkurrenten die Oberhand. Weil mit langem Anlauf verbunden soll das Gastspiel in der Landesliga nun natürlich nicht von kurzer Dauer sein. Betreuer Tobias Lörch sagt: „In erster Linie geht es darum, den Klassenverbleib zu sichern.“ Das solle so früh wie möglich geschehen. „Danach wollen wir schauen, wie weit es in der Tabelle nach vorne gehen kann.“

Drei wichtige Spieler der vergangenen Saison stehen nicht mehr zur Verfügung. Kreisläufer Philipp Nentwich, der sich mit seiner Erfahrung aus höheren Ligen sowohl im Angriff als auch in der Defensive als wertvolle Stütze erwiesen hat, hat die Turnschuhe an den Nagel gehängt. Auch Torwart Julian Danner steht nicht mehr zur Verfügung, er hätte gewiss auch in der Landesliga eine gute Figur abgegeben. Obendrein ist Rückraumspieler Fabian Weller studienbedingt in der kommenden Runde nicht dabei. Da stellt sich die Frage, ob es gelingen wird, die Lücken zu schließen. Schwerpunktmäßig sind Akteure aus den anderen HSG-Teams aufgerückt, im Tor gehört Tolga Ressimoglu nun ebenso zum Kader der Ersten wie Nicolaj Plapp und Bernd Pröger für den Kreis. Sie treten ein schweres Erbe an, haben aber den Vorteil, sich nicht erst eingewöhnen zu müssen. Eine bislang unbekannte Größe ist Julian Nothdurft, der vom Bezirksligisten TSF Welzheim kommt und für Tore aus dem Rückraum sorgen soll. Pressewart Lörch mahnt zunächst einmal Geduld an, ist aber guter Dinge, „dass sich die Neuen auf die Taktik einstellen, je länger die Saison dauert, und sich von Spiel zu Spiel besser einfügen werden“.

Weil die HSG Sulzbach-Murrhardt zuletzt zu den torgefährlichsten Mannschaften zählte, setzt Lörch auch eine Klasse höher auf die offensive Durchschlagskraft des Teams. „Speziell das Tempospiel über den Gegenstoß und die zweite Welle“ beherrsche die Mannschaft von Trainer Alexander Belz sehr gut. In der Defensive wurden im Rahmen der Saisonvorbereitung mehrere Varianten eingeübt, um flexibel verteidigen und die gegnerischen Angriffsreihen vor Herausforderungen stellen zu können. Der Coach setzt dabei große Hoffnungen auf eine neue einstudierte 3:2:1-Abwehr, die aufgrund ihrer offensiven Grundausrichtung Ballgewinne ermöglichen und das gute Gegenstoßspiel der HSG befruchten könnte. Das Auftaktspiel gegen Mitaufsteiger HA Neckarelz könnte dabei schon die ersten Aufschlüsse geben.