Großbritannien und Irland – hautnah

Herzgruppe des TV Murrhardt schließt sich spannender Busreise durch fünf Länder an – Vollgepacktes Programm

Die Murrhardter sowie weitere Teilnehmer der Reise auf dem Platz in unmittelbarer Nähe der St. Patrick’s Cathedral in Dublin. Foto: privat

MURRHARDT (pm). Dr. Michael Lutz-Dettinger hatte, auch unterstützt von seiner Frau, einmal mehr eine spannende Reise zusammengestellt, die gespickt mit unzähligen beeindruckenden Momenten und Erlebnissen war: Die Busreiseroute führte die Herzgruppe des TV Murrhardt in 16 Tagen über 5000 Kilometer durch fünf Länder: Von Murrhardt über Luxemburg, Belgien, Nordfrankreich und Großbritannien nach Irland. Ganz verschiedene Landschaften, in denen Sturm und Regen oft ständige Begleiter waren, durchbrochen von Sonnenschein vor sattem Grün, wechselten mit kargen Felsformationen, dunklen Kliffen oder Kreidefelsen ab, heißt es in einem Bericht zur Reise. Kleine Rinnsale, weite Seen und Flüsse, dann wieder der stürmische Atlantik waren auf dem Weg genauso zu erleben wie kleine, einsame Gehöfte mit Schafen und Kühen und malerische Städtchen mit üppig geschmückten Fassaden bis zur Großstadt.

Die erste Stadtführung stand in Oxford auf dem Programm, der berühmten Universitätsstadt mit 153000 Einwohnern und 42000 Studenten sowie einer Locke Goethes. Selbst in der Ferienzeit war ein ungeheurer Betrieb. Jedes Mal, wenn die erwartungsfrohe Gruppe in einen neuen Bezirk einfuhr, gab es vom versierten Reiseleiter auch Grunddaten über Einwohner, Größe, Besonderheiten oder Entwicklungen – von frühen Klosterbesiedlungen bis zum Bau imposanter Kathedralen wie der weltältesten anglikanischen Kirche in Belfast. Der lange Kampf zwischen Katholiken und Protestanten zog sich wie ein roter Faden durch manche Erörterungen. In Dublin, der grünen irischen Hauptstadt, war die Aufregung vor dem Papstbesuch zu spüren. Einst von Wikingern gegründet, ist es jetzt eine facettenreiche Großstadt.

In Belfast, Hauptstadt von Nordirland, beeindruckte das Titanic-Museum, nachdenklich und bewegt gingen die Reisemitglieder dann über die Friedensbrücke, 2012 erbaut, die daran erinnert, dass der Kriegsschauplatz mit seinen unvorstellbaren Gräueln sich dort konzentriert hatte. Belfast und Londonderry mit dem „Bloody Sunday“ 1972 bleiben mit Sicherheit in Erinnerung, so der Bericht.

Ein besonders beeindruckender Abschnitt war gewiss die Fahrt zur höchsten Erhebung in Wales, dem Snowdon, mit 1085 Metern. Die Zahnradbahn ratterte den Berg hinauf, aber das letzte Stück war über Felsen im Nebel zu klettern. Eine weitere Wanderung bestritt die Gruppe am Killary Fjord – die Balance zu halten war angesagt auf Basaltsteinen und Stelen. Bei einem Halt konnten einige im Sand waten, bevor die Flut wieder einsetzte.

Gegen Ende der Reise besuchte die Gruppe die Stadt Cork mit ihren sieben Universitäten – die erste geht auf eine Stiftung Queen Victorias nach großer Hungersnot zurück – und der ehemaligen Butterbörse (bis 1926). Vor Ort bestiegen die Ausflügler den Shandon Bells Tower. Nach dem Abschied von Irland bei Sonnenschein ging es vom Hafen Rosslare über drei Stunden mit der Fähre über die irische See nach Pembroke in Wales und zur Verladung in den 50 Kilometer langen Eurotunnel-Pendelzug (350 Meter unter dem Meeresspiegel und 40 Meter unter dem Meeresboden) nach Calais und wieder heimwärts. Angespannte Gesichtszüge lockerten sich, als man wieder Land sah.

Fazit: Eine mitunter nicht unanstrengende, interessante, beeindruckende, ungeheuer abenteuerliche und informative Reise. Für Entspannung zwischendurch sorgten Lieder mit Gitarrenbegleitung und kurze Bewegungsübungen.