Röser kehrt an alte Wirkungsstätte zurück

Stürmer ist mit dem Zweitligisten SG Dynamo Dresden morgen beim Fußballtestspiel bei der SG Sonnenhof Großaspach zu Gast

Die Fußballer der SG Sonnenhof Großaspach nutzen die Länderspielpause in der Dritten Liga für eine Testpartie. Morgen um 19 Uhr empfangen sie den Zweitligisten SG Dynamo Dresden. Die Partie in der Mechatronik-Arena steht unter dem Motto: Das Duell der Sportgemeinschaften. Dabei gibt es ein Wiedersehen mit Lucas Röser, der bis zum Sommer 2017 das SG-Trikot getragen hatte.

Lucas Röser jubelte vor eineinhalb Jahren noch für die SG Sonnenhof Großaspach, stürmt aber nun für die SG Dynamo Dresden. Foto: A. Becher

Von Heiko Schmidt

Die Großaspacher und auch die Dresdener kennen sich aus zwei Spielzeiten in der Dritten Liga – 2014/2015 und 2015/ 2016. Danach stiegen die Sachsen in die Zweite Bundesliga auf. Trotzdem verbindet die Vereine noch einiges. Zwischen beiden Klubs gab es sowohl in Aspach als auch in Dresden stimmungsvolle Begegnungen, bei denen sich Fans beider Vereine freundschaftlich begegnet sind. Zu nennen ist da das Duell am 4. Dezember 2015, das vor 9751 Zuschauern im Fautenhau torlos endete. Damals noch nicht bei der SG Sonnenhof dabei war Lucas Röser. Der Stürmer wechselte im Sommer 2016 von der TSG Hoffenheim II zu den Großaspachern. Und bei der SG machte er im Angriff auf sich aufmerksam und erzielte 14 Treffer in 34 Drittligaspielen. „Ich hatte mit der SG Sonnenhof Großaspach eine schöne und auch erfolgreiche Zeit“, blickt der 24-Jährige auf sein Jahr bei den Schwaben zurück.

Einige Zweitligisten hatten Röser dann im Blickfeld. Und so zog es ihn im Sommer des vergangenen Jahres nach Dresden. Im Dress des achtmaligen DDR-Meisters hat er inzwischen schon zehn Tore in der Zweiten Bundesliga gemacht. Unter dem neuen Dynamo-Trainer Maik Walpurgis, der Mitte September den Posten von Uwe Neuhaus übernommen hatte, kam Röser allerdings noch zu keinem Zweitliga-Einsatz. Jedoch ist es gut möglich, dass der Stürmer morgen an seiner alten Wirkungsstätte spielen wird.

„Natürlich freue mich, am Freitag einige ehemalige Mitspieler und Menschen im Verein wiederzusehen“, blickt der gebürtige Ludwigshafener dem Match entgegen. Er betont jedoch: „Im Vordergrund steht aber der sportliche Charakter des Testspiels. Es geht für uns als Mannschaft darum, im Rhythmus zu bleiben. Die Spieler, die zuletzt weniger Einsatzzeiten hatten, werden ihre Chance suchen, um sich anzubieten. Wir haben einen gesunden Konkurrenzkampf auf allen Positionen, und ich gehe davon aus, dass man das auch sehen wird.“

Sehen wird man morgen in der Mechatronik-Arena auch viele Fans in Schwarz-Gelb. Denn aus Sachsens Metropole haben sich 500 bis 1000 Fans angekündigt. Von Großaspacher Seite wird von etwa 2500 Zuschauern beim Freundschaftsspiel ausgegangen. In diesem Match und auch in der Drittliga-Saison hätten die Gastgeber gerne einen Stürmer von der Art von Lucas Röser in ihren Reihen, denn mit dem Toreschießen klappt es beim Sonnenhof in dieser Runde trotz hochkarätiger Möglichkeiten noch nicht so richtig. Lediglich sieben Treffer in elf Drittliga-Spielen haben die Schwaben erzielt – das ist ein absoluter Minusrekord in der Liga. Vielleicht platzt ja morgen der Knoten und den Hausherren gelingen beim Testmatch einige Treffer fürs Selbstbewusstsein.

Es ist jedoch nicht davon auszugehen, dass nach der Trennung vom bisherigen Coach Sascha Hildmann morgen schon der neue Großaspacher Trainer an der Seitenlinie stehen wird. So wird bestimmt Zlatko Blaskic wieder das Sagen haben. Er muss weiterhin auf Nicolas Jüllich (Leistenverletzung), Jeff-Denis Fehr (Schambeinentzündung), Jannes Hoffmann (Knöcheloperation) und Jonas Meiser (Außenbandriss am Knie) verzichten. Denkbar ist, dass durchaus der eine oder andere Akteur, der in dieser Runde bislang wenig Einsatzzeiten hatte, von Beginn an auflaufen wird.