Aspacher Arbeitsutensilien schon vor Ort

Pressesprecher Volkmer und Teammanager Azemi fahren das Material, das das Drittliga-Team ab heute benötigt, nach Andalusien

Etwas Handgepäck und den Kulturbeutel: Mehr haben Großaspachs Drittliga-Fußballer nicht dabei, wenn sie heute ins Trainingslager nach Spanien fliegen. Alles, was sie in den nächsten acht Tagen sonst so brauchen, ist schon vor Ort: Den Kleintransporter mit ihren Arbeitsutensilien steuerten Nebih Azemi und Lucca Volkmer, der Teammanager und der Pressesprecher, in den sonnigen Süden. Hinter dem Duo liegt ein 26-stündiger Trip ohne Stau oder sonstige Tücken.

Ohne Bälle geht im Trainingslager natürlich nichts: Pressesprecher Lucca Volkmer (links) und Teammanager Nebih Azemi verstauten am Sonntagabend alle benötigten Materialien im Transporter, mit dem sie dem Team der SG Sonnenhof an die andalusische Küste vorausfuhren. Foto: T. Sellmaier

Von Steffen Grün

Kapitän Julian Leist und seine Mitstreiter genossen am Sonntag ihren letzten Abend vor dem Trainingsstart, als Volkmer und Azemi im Fautenhau das Navi anmachten und eine Route mit 2409 Kilometern ausgespuckt bekamen. Zur Tagesschau-Zeit fuhren der 23- und der 33-Jährige los und erreichten rasch Frankreich. Mühlhausen, Lyon, Montpellier: „Kein Stau, nur heftiger Wind an der Mittelmeerküste“, berichtete Volkmer. Als Aspachs Drittliga-Team gestern Nachmittag zu Hause trainierte, war das Vorauskommando schon längst in Spanien unterwegs, irgendwo auf der Autobahn zwischen Barcelona und Valencia. „Wenig los, es läuft gut“, erzählte das bestens gelaunte Duo, das vor der katalanischen Metropole eine zweistündige Pause eingelegt hatte, um sich auch mal kurz die Beine zu vertreten. Ansonsten gilt: „Wir wechseln uns am Steuer ab, der Beifahrer macht den DJ oder schläft eine Runde.“

Um kurz vor zehn gestern Abend rollte der Ford-Transporter auf den Parkplatz des Hotels Islantilla in der Nähe Huelvas. Teammanager und Pressesprecher checkten ein und guckten sich um, während die Spieler und die Trainer noch einmal in ihren eigenen vier Wänden nächtigten. Wenn der SG-Tross heute vom Shuttlebus beim Flughafen abgeholt und zum Hotel transportiert wird, ist dort bereits alles so weit vorbereitet, dass sofort trainiert werden kann. Bälle, Stangen, Hütchen, Kickstiefel, Laufschuhe, Trainingsklamotten – all das hatten Azemi und Volkmer in ihrem geräumigen fahrbaren Untersatz verstaut und nach Andalusien gefahren. Dazu noch Physiomaterial, aber auch etwas sperrigere Teile wie eine Massageliege oder die Taktiktafel von Trainer Florian Schnorrenberg. Die Idee, einen Transporter ins Trainingslager vorzuschicken, hatten übrigens nicht nur die Aspacher, der Ligarivale aus Würzburg handhabte es genauso. Wenn die Spieler am nächsten Dienstag zurückfliegen, machen sich auch Volkmer und Azemi auf den Heimweg: 2409 Kilometer bis in den Fautenhau.