Mehr Aufenthaltsqualität im Ort

Die L1066 soll erneuert werden – Parkplatzsituation soll sich verbessern

Von Nicola Scharpf

SPIEGELBERG. Spiegelberg ebnet den bürokratischen Weg, um die Ortsdurchfahrt, die Landesstraße1066, erneuern und die Ortsmitte sanieren zu können. Falls die finanziellen Mittel aus dem Ausgleichsstock – der Antrag muss bis Februar gestellt sein – fließen wie einkalkuliert, wird sich das Ortsbild durch das 1,325 Millionen Euro umfassende Bauprojekt ganz schön verändern.

Seit fast drei Jahren ist die Gemeinde Spiegelberg im Hintergrund in Verhandlungen mit dem Land Baden-Württemberg zwecks der Erneuerung der Ortsdurchfahrt L1066, sagte Bürgermeister Uwe Bossert jüngst im Gemeinderat. Nun habe das Land in Aussicht gestellt, dass das Straßenbauprojekt 2019 umgesetzt werden kann. Damit die Gemeinde einen entsprechenden Zuschussantrag auf Mittel aus dem Ausgleichstock stellen kann, ist es zum einen notwendig, dass ein beschlossener Haushalt für 2019 vorliegt (wir berichteten) und dass eine Vereinbarung im Entwurf vorliegt, die die Kostenbeteiligung des Landes an der Belagsanierung der L1066 regelt. Die Planung, Ausschreibung, Vergabe, Bauüberwachung, Abrechnung und Vertragsabwicklung läuft laut dieser Vereinbarung über die Gemeinde Spiegelberg. Der Gemeinderat hat einstimmig sein Ja dazu gegeben, dass diese Vereinbarung eingereicht werden kann, ebenso wie zur Vergabe der Ingenieurleistungen an das Backnanger Ingenieurbüro Frank.

Mit der Erneuerung der Fahrbahndecke einher geht die Sanierung der Ortsmitte. Ziel ist laut Bossert nicht nur, dass der Verkehr durch Spiegelberg insgesamt langsamer rollt, sondern auch dass sich die Aufenthaltsqualität im Ort verbessert – zum Beispiel durch die Gestaltung von Freiflächen, Gehwegen und Bushaltestellen. Auch soll sich die Parkplatzsituation verbessern. Die Gesamtkosten für die Belagsarbeiten und die sogenannten Straßenbegleitmaßnahmen sind mit 1,325 Millionen Euro im Gemeindehaushalt eingestellt. Die Kommune rechnet mit Zuschüssen von etwa einer Million Euro, sodass etwa 320000 Euro bei der Gemeinde verbleiben.

Welche Maßnahmen die Aufenthaltsqualität im Ort verbessern sollen, ist noch zu diskutieren und festzulegen, so der Bürgermeister. Weil das Bauprojekt von einer Mehrzahl der Spiegelberger mitgetragen werden sollte, wird es Infoveranstaltungen für die Bürger geben, kündigte Bossert an.