Welche Staaten Venezuelas Interims-Präsidenten anerkennen

Caracas (dpa) - Im eskalierenden Machtkampf in Venezuela hat sich Parlamentspräsident Juan Guaidó am Mittwoch selber zum Übergangspräsidenten erklärt und Staatschef Nicolás Maduro herausgefordert.

Ein Überblick, welche Staaten bisher den Interims-Präsidenten anerkannt haben und welche nicht:

Erkennen Guaidó an:

US-Präsident Donald Trump teilte als erster Regierungschef mit, dass sein Land auf der Seite des Übergangspräsidenten stehe. Die lateinamerikanischen Länder Brasilien, Paraguay, Kolumbien, Chile, Peru, Argentinien, Guatemala, Costa Rica und Ecuador erkannten ebenfalls Guaidó an. Kanada kündigte an, Guaidó zu unterstützen. Außerdem hat er die Organisation Amerikanischer Staaten weitgehend hinter sich.

Erkennen Maduro an:

Mexikos Regierung unter dem Linkspolitiker Andrés Manuel López Obrador erklärte, die Situation in Venezuela werde beobachtet, an den diplomatischen Beziehungen zu dem Land und der bisherigen Regierung ändere sich aber zunächst nichts. Boliviens sozialistischer Präsident Evo Morales hielt ebenfalls an der Maduro-Regierung fest.

Noch unentschieden:

Die Europäische Union wollte sich erst am Donnerstag nach einer internen Abstimmung offiziell äußern.