Branche: Busse und Bahnen in Städten überfüllt

Berlin (dpa) - Kein Sitzplatz mehr im Bus und Gedränge an der U-Bahn-Tür: In immer mehr deutschen Großstädten ist das auch aus Sicht der Anbieter Alltag.

«Wir sind überfüllt», sagte Ingo Wortmann, der Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen, n Berlin. «Wir brauchen dringend den Kapazitätsausbau.» Für neue Strecken, Haltestellen und Bahnhöfe in den Städten fehlten fünf Milliarden Euro.

Im vergangenen Jahr seien die Bundesbürger 10,4 Milliarden mal mit Bussen und Bahnen im Nahverkehr gefahren. Das war ein Zuwachs von 0,6 Prozent verglichen mit dem Vorjahr und der 21. Rekord in Folge.

Wortmann wies Forderungen aus der Politik zurück, die Fahrpreise zu senken. «Die Einnahmen sind für uns sehr wichtig, um das Angebot auszubauen.» Je Fahrt zahlt der Fahrgast nach Berechnungen des Verbands im Durchschnitt 1,11 Euro, weitere 82 Cent kommen von der öffentlichen Hand. Lasse sich der Ausbau nicht durch höhere Fahrpreise finanzieren, müsse Steuergeld herhalten, sagte Wortmann.