Sbonias: „Wir fühlen uns gewappnet“

Trainer des Fußball-Oberligisten TSG Backnang blickt dem Duell mit Spielberg und der ganzen Rückserie zuversichtlich entgegen

Knapp sechs Wochen Vorbereitung liegen hinter dem Fußball-Oberligisten TSG Backnang. Trainer Evangelos Sbonias hat die Zeit intensiv genutzt, um dem von ihm erst Mitte November übernommenen Team seine Vorstellungen einzuimpfen. Heute (14 Uhr, Etzwiesenstadion) muss die Arbeit Früchte tragen, denn die Bedeutung des Kellerduells gegen den SV Spielberg für den weiteren Saisonverlauf ist kaum zu überschätzen.

TSG-Trainer Evangelos Sbonias weiß, was die Stunde geschlagen hat. Sein Team braucht Punkte, Punkte, Punkte, um drinzubleiben. Foto: A. Becher

Von Steffen Grün

Der Drittletzte aus Backnang mit seinen zehn Punkten erwartet den Vorletzten, der noch einmal drei Zähler weniger auf dem Konto hat. Klar, dass der Druck, der auf den Roten lastet, enorm ist, denn es geht um zwei Dinge: Zum einen darum, den Kontrahenten mit einem Heimsieg zu distanzieren, zum anderen darum, im ohnehin schwierigen Abstiegskampf sofort ein Zeichen zu setzen und Selbstvertrauen zu tanken. Im Vorfeld dieses Duells spricht Evangelos Sbonias (36) über...

...die Bilanz der Vorbereitung: „Das ist grundsätzlich nicht gerade die beliebteste Zeit bei Fußballern, aber wir haben wirklich sehr intensiv gearbeitet. Für die Jungs waren auch schwierige Momente dabei, indenen sie vom Trainerteam stark gefordert wurden. Sie haben aber immer voll mitgezogen und wir konnten die Dinge, die wir uns vorgenommen hatten, abarbeiten. Wir fühlen uns gewappnet für die Rückrunde.“

...die Weiterentwicklung seit dem Amtsantritt: „Man sieht bereits viele Dinge, die wir mit dem Team erarbeitet haben – vor allem bei der Generalprobe gegen Essingen, was natürlich umso schöner ist.“

...die Personalsituation mit den Ausfällen von Oguzhan Biyik und Michl Bauer: „Dass Kapitän Oguzhan Biyik mit seiner Erfahrung, seinem Einsatz und seiner Aggressivität eine zentrale Figur in unserem Spiel und damit schwer zu ersetzen ist, ist klar. Ähnliches gilt für Michl Bauer, der eine zentrale Rolle in der Abwehrkette spielt und in der Vorbereitung stabile Leistungen zeigte. Solche Dinge passieren aber, wir werden es nicht als Ausrede für eventuelle Ergebnisse nutzen. Die Mannschaft muss zusammenrücken und es auffangen, es sind genug Spieler mit Qualität im Kader. Ich bin guter Dinge, dass das klappt. Darüber hinaus fehlen nur die gesperrten Giosue Tolomeo und Matej Maglica.“

...die Ausgangsposition: „Es ist dieselbe Mammutaufgabe wie vor Weihnachten. Es muss fast alles passen, damit wir das große Ziel erreichen. Wir haben sechs Wochen lang hart gearbeitet, um die Voraussetzungen dafür zu schaffen, am Ende über dem Strich zu stehen und in der Oberliga zu bleiben. Meine Hoffnung und mein Optimismus sind ungebrochen und ich bin davon überzeugt, dass alles möglich ist, wenn wir weiterhin sehr hart arbeiten, vielleicht auch mal mit etwas Glück die Ergebnisse kommen und wir eine Serie starten.“

...die Bedeutung des Duells mit Spielberg: „Mit Blick auf die Tabelle sieht jeder, um was es in diesem Spiel geht. Ohnehin sehe ich es als Trainer aber so, dass ein Spiel nach so einer sechswöchigen Vorbereitung extrem wichtig für den weiteren Saisonverlauf ist. Wir sind mit einem Punkt in Villingen bei widrigen Verhältnissen mit einem positiven Gefühl in die Winterpause gegangen, ebenso wichtig ist es, wieder mit einem positiven Erlebnis zu starten – unabhängig von der Tabellenkonstellation. Wir wollen gewinnen, um uns für unsere Arbeit zu belohnen und vielleicht einen positiven Drive zu bekommen.“

...die taktischen Varianten: „Es ist alles möglich, denn wir haben in der Vorbereitung vieles erarbeitet. Vieles hat Ergebnisse und Erkenntnisse geliefert. Wir setzen uns im Trainerteam zusammen und entscheiden, welche Formation für das Spiel gegen Spielberg die beste ist.“

...die Kontrahenten im Abstiegskampf: „Es kann durchaus sein, dass neben dem Quartett am Tabellenende auch Teams, die derzeit noch überhaupt nicht an Abstiegskampf denken, in einen Strudel geraten – das sieht man immer wieder. Die Erfahrung lehrt, dass nach der Winterpause oftmals Vereine, die vermeintlich in Sicherheit sind, plötzlich in eine Negativspirale kommen. Und dann geht’s schnell. Das ist für uns aber völlig uninteressant. Wir müssen eine hohe Anzahl an Punkten holen, um die Hoffnung aufrechtzuerhalten und das Ziel am Ende zu erreichen.

  Beim heutigen Heimspiel der TSG Backnang gegen den SV Spielberg ist Ole Figelius mit der Fupa-Kamera vor Ort. Das Video mit den etwaigen Toren und weiteren spannenden Szenen wird anschließend im Internet auf der Facebook-Seite der BKZ und unter www.fupa.net/rems-murr zu sehen sein.