Fünf Medaillen für die TSG-Kämpfer

Judonachwuchs gefällt bei süddeutscher Meisterschaft

Für die TSG-Judokas geht es aktuell Schlag auf Schlag, von einem Turnier zum nächsten. Nach den baden-württembergischen Meisterschaften vor zwei Wochen standen nun die süddeutschen Meisterschaften der Altersklassen U18 und U21 in München an. Fünf Backnanger Nachwuchskämpfer ergatterten Starttickets für die deutschen Meisterschaften Anfang März.

Packte in München richtig zu: Der Backnanger Leichtgewichtler Elias Reisch, der sich in der Altersklasse U21 Rang drei und das Ticket zur deutschen Meisterschaft sichert. Foto: B. Strohmaier

Von Katharina Klein

In der Altersklasse U18 kamen zwei TSG-Talente in die Medaillenränge und lösten sich so eine Startberechtigung für die in Leipzig stattfindenden deutschen Meisterschaften in zwei Wochen. Lea Deininger (Klasse bis 44 Kilogramm) setzte sich nach einem Freilos in Runde eins in ihrem ersten Kampf durch und stand danach schon im Halbfinale. Dieses verlor sie zwar, aber im Kampf um Platz drei ging sie als Siegerin hervor und die Bronzemedaille war ihr Eigen. Ihr männlicher Vereinskollege Robin Angerer (bis 66) landete auf Platz zwei. Er legte einen Durchmarsch von drei Siegen hin, unterlag dann aber im Finale. „Robin war heute sehr gut drauf. Dass er das Finale verloren hat, ist zwar ärgerlich, aber er hat mit Platz zwei sein Ziel der Qualifikation erreicht“, lobt Trainer Jens Holderle. Tayla Grauer (bis 63) legte drei Triumphe und eine Niederlage hin und schaffte es damit in den Kampf um Platz drei. Hier war das Glück aber nicht auf ihrer Seite, womit das Endergebnis Platz fünf war. Maurice Ahrend (bis 81) und Cedrik Strupp (bis 43) schieden nach verlorenen Begegnungen aus. „Zwei Starter bei den deutschen Meisterschaften sind toll. Wir sind gespannt, wie es läuft“, freut sich Holderle über den Erfolg von Deininger und Angerer.

Bei der U21 kamen noch drei Kämpfer aus dem Murrtal hinzu: Elias Reisch (Klasse bis 60 Kilogramm) und Andre Strässer (bis 90) sowie Helena Grau (bis 48). Reisch startete zwar mit einer Niederlage in den Wettkampf, gewann danach aber dreimal und holte sich so Bronze. Strässer setzte sogar noch einen drauf. Er legte eine Siegesserie in drei Begegnungen hin, bis er schließlich im Finale das Nachsehen hatte und Zweiter wurde. Etwas anders sah es bei Grau aus. Das Nachwuchstalent, das vor wenigen Wochen die Bronzemedaille bei den deutschen Meisterschaften der Erwachsenen ergatterte, stand nach dem ersten gewonnenen Kampf im Duell gegen Dauerrivalin Helen Schneider. Hier geschah der Backnangerin ein Missgeschick: „Helena hat im Golden Score eine verbotene Handlung durchgeführt und wurde disqualifiziert – und zwar nicht nur für den Kampf, sondern den gesamten Wettkampf“, erklärt Holderle. Zwar war dadurch Sense mit weiteren Kämpfen an diesem Tag, die Qualifikation zu den deutschen Meisterschaften der Junioren ist aber dennoch gesichert, denn Grau wurde trotz Disqualifikation Dritte. „Es war ärgerlich, aber wir arbeiten jetzt konzentriert weiter“, blickt Coach Holderle in die Zukunft. Zu guter Letzt war für Erik Wilczek nur Platz sieben drin, Jonas Riener wurde Neunter.