Gartenschau-Eröffnung mit Ministerpräsident

Schorndorf bereitet sich auf Besucheransturm am Wochenende 10. bis 12. Mai vor – Prominentester Gast: Winfried Kretschmann

Von Hans Pöschko

SCHORNDORF. So sehr sich Oberbürgermeister Matthias Klopfer wünscht, dass während der Gartenschau-Monate möglichst viele Besucher nach Schorndorf kommen, so sehr hofft er, dass nicht alle meinen, die Schorndorfer Gartenschau-Vorzeigeprojekte und vor allem die zahlungspflichtigen Bereiche gleich am Eröffnungswochenende stürmen zu müssen. Denn da wird die Stadt auf jeden Fall picke-packe voll sein.

Allein schon wegen der rund 1300 geladenen Gäste, die zur zentralen Remstal-Gartenschau-Eröffnung in der Daimlerstadt erwartet werden, hat es aus Sicht der Verantwortlichen im Rathaus nur einen Ort gegeben, der geeignet ist, die geladenen Gäste und die weiteren Hunderte von Stadtbürgern und auswärtigen Besuchern, die ebenso willkommen sind, aufzunehmen: den Marktplatz.

15 Gartenschau-Kommunen

ziehen nach

Der im Übrigen auch deshalb das ganze Wochenende bespielt und bewirtet wird, um Druck von den Orten und Plätzen zu nehmen, an denen während der gesamten Gartenschau im übertragenen und im wortwörtlichen Sinne die Musik spielt, die aber natürlich räumlich nicht so ausgelegt sind, dass sie allen Interessierten gleichzeitig Platz bieten könnten.

Wenn zum Beispiel am Freitag, 10. Mai, nach der um 15 Uhr beginnenden offiziellen Eröffnung auf dem Marktplatz ganz viele auf die Idee kämen, sich gleich mal die Blumenhalle im Schlosspark anschauen zu wollen, was theoretisch von 17 Uhr an, wenn in Schorndorf die Tore zur Gartenschau geöffnet werden, möglich ist, dann müsste dem im wahrsten Sinn des Wortes ein Riegel vorgeschoben werden. „Wir haben allein in Schorndorf über 11000 Dauerkarten verkauft, und alle, die eine haben, könnten theoretisch gleich am Freitag oder am Samstag den Stadtpark und den Schlosspark stürmen wollen“, ist die Horrorvision des Oberbürgermeisters, der ahnt, dass dieses Eröffnungswochenende von 10. bis 12 Mai zu einer echten Herausforderung für Schorndorf und auch für die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer werden könnte, die derzeit geschult und auf ihre jeweiligen Aufgaben vorbereitet werden.

Vielleicht aber lässt der Ansturm auch schon am Samstag und am Sonntag etwas nach, denn an diesen beiden Tagen finden teilweise schon am Samstag, teilweise erst am Sonntag auch in den anderen 15 Gartenschau-Kommunen Eröffnungsveranstaltungen statt. Zuvor aber werden am Freitag Delegationen aus dem ganzen Remstal nach Schorndorf strömen, um auf dem Marktplatz ein Bühnenprogramm zu erleben, von dem Matthias Klopfer verspricht, dass ungeachtet all dessen, was bei so einem Anlass von verschiedenen wichtigen Menschen unterbrochen von verschiedenen Musikbeiträgen gesagt werden muss, nicht länger als eineinhalb Stunden dauern soll, wie ein Fußballspiel, zu dem aber heutzutage auch schon zuverlässig eine Nachspielzeit gehört.

Prominentester Gast wird Ministerpräsident Winfried Kretschmann sein, dessen offizielles Programm in Schorndorf um 14.45 Uhr mit dem Eintrag ins Goldene Buch beginnt und der sich voraussichtlich gegen 16 Uhr wegen anderer Termine wieder verabschieden wird. Zuvor wird er sich den Fragen der beiden Rundfunk- und Fernsehmoderatoren Steffi Haiber und Michael Antwerpes stellen müssen, denen die Aufgabe zugedacht ist, die Eröffnungsveranstaltung zu keiner allzu trockenen Angelegenheit außer von oben werden zu lassen.

Dazu soll auch eine extra für diesen Anlass konstruierte und dem Anlass entsprechend dekorierte Bühne beitragen, auf der sich die verschiedenen Akteure, und das werden nicht wenige sein, auf verschiedenen Ebenen bewegen. Und auch wenn noch nicht alles verraten werden soll, was an besagtem Freitagnachmittag auf dem Marktplatz passiert, so lässt der Oberbürgermeister doch immerhin schon mal heraus, dass auch der Gartenschau-Biene Remsi im Eröffnungsprogramm eine zentrale Rolle zugedacht ist.

Tageskartennachfrage

steigt

Das reguläre Schorndorfer Gartenschau-Programm beginnt am Freitag um 17 Uhr, wenn der Oberbürgermeister und Bürgermeister Thorsten Englert den Schlosspark und den Stadtpark und damit die beiden zahlungspflichtigen Bereiche in Schorndorf freigeben, die entweder mit einer Dauerkarte (Remstal-Card) oder mit einer Gartenschau-Tageskarte begangen und besucht werden können. Gerade die Tageskarten für acht Euro, die außer in Schorndorf auch noch zum Eintritt in den zahlungspflichtigen Bereich in Schwäbisch Gmünd berechtigen und zwar auch an jedem anderen beliebigen Tag, würden in letzter Zeit stark nachgefragt, sagt Thorsten Englert und verweist darauf, dass am Eröffnungswochenende auch schon erste attraktive Veranstaltungen gibt. Sei es ein Schaukochen in der Schauküche im Stadtpark oder sei es der Auftritt einer Akkordeonistin in der Orangerie im Stadtpark.

Marktplatz wird zur

Partydrehscheibe

Und derweil ist in der ganzen Stadt Party. Das geht los am Freitagabend mit dem Auftritt der Night Live Band, die die Innenstadt bis 23 Uhr beschallen wird. Das geht weiter am Samstag mit einem Familienprogramm und dem nächsten musikalischen Höhepunkt, dem abendlichen Auftritt der SWR-1-Big-Band. Und auch am Sonntag erwartet die Besucher nach einem um 10 Uhr beginnenden Gottesdienst ein buntes Marktplatzfest mit musikalischen Beiträgen der Gruppe Fezzmo, die auch schon am Samstagabend als Vorband auf dem Marktplatz zu hören ist und am Sonntag an verschiedenen Plätzen in der Innenstadt schwäbischen Balkanrock zum Besten gibt. Und von 17 Uhr an erwartet die Besucher dann noch eine Sportkreisgala, wobei das Spektrum der Vorführungen vom Gardetanz bis zum Ringen reicht. Und mit dabei ist mit Viola Brand aus Miedelsbach auch eine der weltbesten Kunstradfahrerinnen. Und in all das eingebettet sind dann auch noch die offiziellen Eröffnungen der Blumenkeller in Schorndorf und Schwäbisch Gmünd (am Samstag um 16 und 18 Uhr) und der Gartenschau-Station Grafenberg mit dem Schorndorfer Architekturbeitrag „Prisma“ (am Sonntag um 15 Uhr).