Mit Oguzhan Biyik gegen den Zwölften

Kellerkind TSG Backnang will im Heimspiel der Fußball-Oberliga gegen den SV Oberachern weiterhin Punkte sammeln

Für die Fußballer der TSG Backnang geht die Aufholjagd in der Oberliga weiter. Das Etzwiesenteam möchte weitere Punkte einsammeln, um den angestrebten Ligaverbleib noch schaffen zu können. Der Viertletzte empfängt morgen um 15 Uhr den SV Oberachern, der auf dem zwölften Rang steht.

Oguzhan Biyik (hinten) wird wahrscheinlich morgen nach seiner Daumenverletzung wieder für die TSG spielen. Foto: A. Becher

Von Heiko Schmidt

Die Backnanger Fußballer befinden sich nach der Winterpause auf einem guten Weg. Sieben Punkte hat die Mannschaft von Trainer Evangelos Sbonias aus den vergangenen vier Begegnungen geholt. „Grundsätzlich bin ich damit zufrieden und ordne das auch richtig ein“, sagt der Coach. Er meint damit, dass sein Team auch gegen Spitzenteams der Liga wie den FSV 08 Bissingen oder den FC Nöttingen gepunktet hat. „Wenn man die Spiele aber genau betrachtet, hätte es auch der eine oder andere Zähler mehr sein können“, stellt Sbonias jedoch fest. Er spielt dabei den späten Gegentreffer zuletzt beim 1:1 in Nöttingen und auf die starke zweite Halbzeit seiner Schützlinge bei der 2:3-Niederlage in Reutlingen an.

Doch wenn man einen Blick auf die Tabelle richtet, wird der Abstand des Viertletzten TSG nicht viel geringer. Acht Punkte sind es zum Fünftletzten SV Linx und zehn Zähler zum Sechstletzten Neckarsulmer Sport-Union. Beide Teams nahmen am vergangenen Samstag auch Zählbares mit. „Das darf nicht unser Thema sein. Wir müssen auf uns schauen und weiter punkten“, macht Sbonias klar. Und er geht noch weiter: „Ich glaube fest daran, dass wir in der Oberliga bleiben.“ Um dies zu schaffen, ist das bevorstehende Heimspiel gegen Oberachern sehr wichtig. „Es wird eine schwere Hürde, da Oberachern eine stabile Mannschaft und zuletzt sehr gute Leistungen gezeigt hat.“ In der Tat, die Gäste heimsten sieben Zähler aus den letzten drei Partien ein. Sbonias weist jedoch im gleichen Atemzug darauf hin, dass „kein Spiel in der Oberliga für uns leicht sein wird“. Der Trainer weiß, wie seine Mannschaft morgen gegen Oberachern spielen sollte. „Wir müssen brutal gegen den Ball arbeiten, pressen und wollen aber auch spielerische Akzente setzen.“ Ob er wieder mit einer Dreier-Abwehrkette spielen lassen wird, ist noch offen. Denkbar ist auch, dass die TSG mit einer Viererkette in der Abwehr beginnen könnte.

Vieles hängt dabei von der personellen Situation an. Defensivmann Giosue Tolomeo befindet sich nach dem Bänderriss wieder im Training. Ein Einsatz morgen käme für ihn aber noch zu früh. Hingegen trainiert Oguzhan Biyik nach seiner Daumenverletzung wieder voll mit. Der Mittelfeldmotor ist auf jeden Fall eine Option. Auch Paul Weber, der in den vergangenen beiden Wochen krank war, wäre wieder einsatzbereit. Hingegen gibt es beim Etzwiesenteam einen Ausfall zu beklagen. Benito Baez-Ayala zog sich bei einem Arbeitsunfall eine Wunde am Oberschenkel zu. Er wird wahrscheinlich zwei Wochen nicht spielen können. „Das ist schade, da er eine feste Größe in der Mannschaft ist“, bedauert Sbonias. Wer dafür im rechten Mittelfeld auflaufen wird, steht noch nicht fest. „Es gibt zwei Optionen dafür“, verrät der Trainer. Mehr möchte er allerdings nicht dazu sagen. Sbonias hofft vielmehr auf eine geschlossene Mannschaftsleistung, um einen Dreier einzufahren. Dieser wäre nicht nur für die Tabellensituation für die TSG gut, sondern würde noch mehr Selbstbewusstsein für das Match im Viertelfinale des WFV-Pokals am nächsten Mittwoch um 19 Uhr beim Ligarivalen SSV Reutlingen geben. „Ans Pokalspiel denke ich jetzt noch nicht“, sagt der Coach.