Ein 7:7 in der Wiederauflage des Finales

Judofrauen der TSG Backnang starten mit einem Unentschieden beim JSV Speyer in die neue Saison in der Ersten Bundesliga

Kein Sieg, keine Niederlage: Zum Auftakt in die neue Bundesliga-Saison erreichte das TSG-Frauenteam beim JSV Speyer ein Unentschieden von 7:7 (Unterbewertung 70:64). „Ich fahre mit einem lachenden und weinenden Auge nach Hause“, sagt Trainer Jens Holderle nach der knappen Begegnung, da die Backnangerinnen zunächst in Führung lagen.

Lubjana Piovesana (links) sorgte mit ihrem Sieg im letzten Kampf dafür, dass die TSG ein 7:7 erzielte.Foto: S. McGinley

Von Katharina Klein

„Wir haben zur Pause 5:2 geführt. Es war eine knappe Kiste“, bedauert TSG-Coach Jens Holderle nach dem unentschieden ausgegangenen Auftaktkampf beim JSV Speyer. In der ersten Hälfte punktete Anne Lisewski (Gewichtsklasse über 78 Kilogramm) gegen Lea Schmid. „Anne hat richtig gut gekämpft und das Team in die Spur geführt“, lobt Holderle. Auch Ines Beischmidt (bis 57) holte einen Zähler gegen Seija Ballhaus – zur Freude von Holderle: „Ines hat sehr gut und clever gekämpft. Sie war heiß drauf.“

Neuzugang Lisa Dollinger (bis 78) behielt in Runde eins gegen Selina Dietzer die Oberhand, genauso wie Alina Böhm (bis 70) über Vanessa Benkert. „Lisa hat toll gekämpft, Alina hat dominiert und das Ding einfach gemacht“, sagt Holderle begeistert. Die seit dieser Saison für die TSG kämpfende Lubjana Piovesana (bis 63) setzte sich gegen Hannah Martin durch. Damit waren Backnangs erste fünf Zähler schon sicher.

TSG-Talent Helena Grau (bis 48) hatte hingegen keinen Erfolg. Sie traf auf Mascha Ballhaus. „Die beiden haben sich eine gute Schlacht geliefert. Es war ein sehr enger Kampf“, erkennt Holderle an. Julia Mollet (bis 52) blieb im Duell mit Verena Thumm auch ohne Sieg. „Julia hat alles gegeben und sich gewehrt. Thumm war aber einfach die bessere Kämpferin“, gibt der Trainer zu.

Im zweiten Durchgang standen drei Wechsel an. Jasmine Delorme (über 78) übernahm für Anne Lisewski, die neu zum Team gestoßene Friederike Stolze (bis 78) für Lisa Dollinger und Greta Hojczyk (bis 48) ersetzte Helena Grau. Punkten konnte keine von ihnen. Dafür holte Ines Beischmidt erneut einen Punkt, dieses Mal gegen Jill Trenz. Auch Lubjana Piovesana konnte einen weiteren Triumph einfahren, ebenfalls gegen die neu eingewechselte Jana Ziegler. „Lubjana hat sich schwergetan, aber sie hatte auch einen langen Tag, ist eingeflogen und hatte viel Stress. Sie hat sich aber durchgebissen“, meint Trainer Holderle begeistert. Julia Mollet zog noch mal gegen Verena Thumm den Kürzeren. Auch Alina Böhm fand keine wirksame Waffe gegen Hannah Martin.

„Ein 7:7 gegen Speyer ist nicht schlecht. Man darf nicht vergessen, dass es eigentlich die Wiederauflage des Bundesliga-Finals im vergangenen Jahr war. Deshalb war es eine gute Leistung“, bilanziert Holderle. Am Samstag, 27. April, steht für ihn und das Backnanger Frauen-Team der nächste Kampftag an. Dann begrüßen sie in der heimischen Mörikehalle den VfL Sindelfingen.