TSG muss unter Flutlicht in Reutlingen ran

Fußball-Oberligist aus Backnang möchte morgen im Viertelfinale des WFV-Pokals beim Ex-Zweitligisten bestehen

Ein Highlight steht für den Fußball-Oberligisten TSG Backnang auf dem Programm. Am morgigen Mittwoch treten die Roten im Viertelfinale des WFV-Pokals beim Ligarivalen SSV Reutlingen an. Es ist ein Spiel mit viel Brisanz. Los geht es um 19 Uhr im Kreuzeiche-Stadion.

Defensivmann David Kienast (rotes Trikot) will mit der TSG Backnang morgen den Einzug ins Halbfinale schaffen. Foto: A. Becher

Von Heiko Schmidt

„Wir sind im Pokal jetzt so weit gekommen, deshalb wird es nach Reutlingen keine Kaffeefahrt“, macht Backnangs Trainer Evangelos Sbonias klar, was er von der morgigen Partie erwartet. Und es wird ein Prestigeduell. In dieser Saison hat die TSG schon zweimal in der Oberliga gegen die Reutlinger gespielt, jedes Mal behielt der Ex-Zweitligist die Oberhand. 1:0 hieß es im August des vergangenen Jahres in Backnang – dort benahmen sich einige SSV-Fans daneben – und 3:2 vor dreieinhalb Wochen in Reutlingen.

Gerade an das letzte Aufeinandertreffen der beiden Traditionsklubs denkt Sbonias. „Wir dürfen nicht wieder die erste halbe Stunde verpennen“, lautet seine Ansage an sein Team. Denn danach waren die Murrtaler gleichwertig, wenn nicht sogar besser als die Gastgeber. Mut macht den Backnangern auch der letzte Sieg gegen den SSV. Am Freitag, 1. September 2017, gewann das Etzwiesenteam mit 2:1. Und morgen geht es wieder unter Flutlicht. „Das ist ein absolutes Highlight für uns“, freut sich Sbonias.

Die TSG möchte dabei den Schwung der vergangenen Wochen mitnehmen, denn in der Oberliga holten die Backnanger sieben Punkte aus den vergangenen drei Begegnungen. Viel wird es auch auf die zwei Stützen in der Mannschaft ankommen. Dies ist zum einen Mario Marinic. Der Torjäger hat in den letzten drei Partien dreimal getroffen, am vergangenen Samstag waren es beim 3:2-Heimsieg gegen den SV Oberachern zwei Tore. Zum anderen soll Oguzhan Biyik im Mittelfeld die Fäden ziehen. Er spielte nach seiner Daumenverletzung gegen Oberachern wieder. „Beide sind wichtige Eckpfeiler in der Mannschaft“, sagt Sbonias.

Allerdings bleibt abzuwarten, ob der TSG-Trainer aufgrund der englischen Woche – am kommenden Samstag steht das Oberliga-Match beim Göppinger SV an – vielleicht Veränderungen in der Startelf vornehmen wird. Von der personellen Seite her sieht es bei den Backnangern sehr gut aus. Lediglich Benito Baez-Ayala muss noch aufgrund einer Oberschenkelverletzung passen. Deshalb hat Sbonias bei der Aufstellung die Qual der Wahl. Egal, wer spielen wird, eines ist für den Coach klar: „Wir wollen ins Halbfinale einziehen, egal wie.“ Er sagt jedoch auch: „Priorität hat der Verbleib in der Oberliga, aber ein solches Pokalspiel setzt zusätzliche Kräfte frei.“