Eine Silbermedaille und viel Lob für die TSG

474 Jungen und Mädchen beim bundesoffenen Turnier der Altersklasse U15 in der Backnanger Mörikehalle zu Gast

Bei der Judoabteilung der TSG Backnang war quasi die ganze Nation zu Gast. Insgesamt 474 Jungen und Mädchen aus ganz Deutschland zählte das bundesoffene Turnier der Altersklasse U15 in der Mörikehalle. Aufseiten der Gastgeber gab es einen besonderen Triumph zu feiern: Sara-Joy Bauer (Klasse bis 52 Kilogramm) wurde Zweite.

Der Backnanger Elias Reisch (oben) nahm einige seiner Gegner ordentlich in die Mangel. Foto: A. Becher

Von Katharina Klein

Wenn einmal im Jahr besonders viele Autos mit Kennzeichen aus entfernten deutschen Regionen die Parkplätze um die Mörikehalle besiedeln, ist es wieder so weit: Das bundesoffene Turnier der Altersklasse U15, welches die TSG für den Deutschen Judo-Bund ausrichtet, findet statt. Am vergangenen Wochenende traten insgesamt 474 Judokas aus Deutschland gegeneinander an.

Erfolgreichste heimische Starterin war Sara-Joy Bauer (Gewichtsklasse bis 52 Kilogramm). Sie kämpfte sich mit vier Siegen bis ins Finale. „Es war eine starke Leistung“, lobt der Backnanger U-15-Trainer Steffen Kreft den Auftritt von seinem Schützling. „Sie hat starke Uchi-Mata-Techniken gezeigt und konnte ihre Gegnerinnen immer dominieren“, schildert der Coach. Im Finale jedoch war ihre Kontrahentin „physisch überlegen“, so Kreft. Im Bodenkampf war dann allerdings Schluss für Bauer und der zweite Platz ihr Endergebnis.

Ihr Vereinskollege Samuel Reisch (bis 43) legte einen ähnlichen Durchmarsch hin. Mit vier gewonnenen Kämpfen und zwei Niederlagen landete er am Ende auf dem siebten Rang. „Samuels Gewichtsklasse hatte 34 Teilnehmer, sodass eine höhere Platzierung nicht drin war. Er hat bärenstark und technisch vielseitig gekämpft und konnte so seine Gegner überraschen“, erkennt der Trainer hier die Leistung an. Die Masse an Teilnehmern verhinderte auch bei Karl Könnecke (bis 40) eine vordere Platzierung. Er verlor im ersten Kampf, setzte in der Trostrunde aber nach, ging viermal als Sieger von der Matte und nur ein einziges Mal noch als Verlierer. „Er hatte sehr starke Gegner. In der Trostrunde hat er mit Schulterwürfen aufgetrumpft und gute Arbeit im Bodenkampf geleistet. Es war ein tolles Turnier für Karl“, zeigt sich Kreft begeistert.

Ebenfalls ein bisschen Siegesluft schnupperte Kilian Klemer (bis 37). Mit nur zwei Triumphen und zwei abgegebenen Kämpfen schaffte er es jedoch nicht aufs Treppchen. Sara Heissenberger (bis 48), Simon Munzinger (bis 46), Marc Federau und Willi Könnecke (beide bis 50) mussten nach zwei verlorenen Kämpfen die Segel streichen. „Sarah hat engagiert gekämpft, aber starke Gegnerinnen gehabt. Marc hat mutiges Angriffsjudo gezeigt, das aber leider nicht belohnt wurde. Willi fand nicht ins Turnier und Simons mutige Aktionen wurden ebenfalls leider nicht belohnt“, bedauert Kreft. Des Weiteren sammelten die Backnanger Paul Simon (bis 55) und Noah Kaltenleitner (bis 66) beim bundesoffenen Wettkampf ihre Erfahrungen.