Solarmodule auf der Deponie Lichte installiert

Landkreis will mit Fotovoltaikanlage 6500 Tonnen CO2 jährlich einsparen
Großprojekt auf der ehemaligen Mülldeponie Lichte bei Kaisersbach: Auf der Freifläche wurden Solarmodule installiert. Foto: F. Muhl

KAISERSBACH (inf). Die Solarmodule auf der ehemaligen Mülldeponie Lichte sind installiert: Mit der großflächigen Anlage will der Landkreis seiner ökologischen Vorbildfunktion nachkommen. Noch im Frühjahr war das Projekt umstritten: Die Rendite war auf dürftige 0,5 Prozent geschätzt. Die Kreisräte sprachen sich dennoch für das Vorhaben aus, während die Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWG) aus wirtschaftlichen Gründen Vorbehalte hatte. So wurde einerseits auf das Risiko hingewiesen, dass bei der schmalen Rendite in schlechten Jahren schnell auch mal rote Zahlen geschrieben werden müssten, und andererseits gab es Bedenken, weil sich der Geschäftsauftrag der AWG auf die Beseitigung von Müll bezieht und nicht auf die Stromerzeugung. Und schon gar nicht, so wurde gewarnt, dürfe es so weit kommen, dass ein etwaiges Manko aus Müllgebühren quersubventioniert wird. Für diese kritischen Fragen wurden jedoch in einer gemeinsamen Sitzung des AWG-Aufsichtsrats und des Umwelt- und Verkehrsausschusses Lösungen gefunden. Damit konnte dann das Großvorhaben, das schon vom Scheitern bedroht, doch noch rechtzeitig in Gang gesetzt werden, ehe Berlin die Förderung kürzt. Mit der Anlage werden pro Jahr rund 6500 Tonnen CO2 eingespart.