Oppenweiler will Heimnimbus wahren

TVO-Handballer streben im Württembergliga-Duell mit Remshalden im vierten Spiel in der Gemeindehalle den vierten Sieg an

Drei Spiele, drei Siege. In der Gemeindehalle fühlen sich Oppenweilers Handballer wohl. Im Rems-Murr-Duell mit Remshalden peilt der Württembergligist am Samstag um 20 Uhr den vierten Heimsieg an. Wird nicht leicht, wäre wegen der bisherigen Auswärtsschwäche aber wichtig.

Legt sich nach seiner Sperre wieder für den TVO ins Zeug: Julian Diederich.Archivfoto: B. Strohmaier

Von Alexander Hornauer

Ungern denken die TVO-Handballer ans Spiel in Neckarsulm zurück. Vor allem die Schlussminute sorgte für Frust. Da bekamen sie den Strafwurf verweigert, der die Möglichkeit zum Teilerfolg geboten hätte. Und: Linkshänder Simon Binder humpelte verletzt vom Spielfeld. „Da hat es einen richtigen Schlag getan“, berichtet der 31-Jährige. Der Arzt bestätigte den Verdacht: Muskelfaserriss in der Wade. Binder muss pausieren. Besonders ärgerlich, weil nun ein enger Spielplan auf Oppenweiler wartet. Morgen geht es gegen Remshalden, am Dienstag bereits nach Schwäbisch Gmünd und am Sonntag darauf ist Bittenfeld II zu Gast in der Sporthalle in Oberbrüden.

In diesen Partien stehen die Grün-Weißen unter Zugzwang, wollen sie nicht im Mittelfeld versinken. Die neuerliche Auswärtspleite in Neckarsulm war ein Dämpfer für den TVO, der mit 10:4 statt 8:6 Zählern ins obere Drittel hineingeschnuppert hätte. Die Niederlage war vor allem auch bitter, „weil wir auswärts wieder mal unsere Torchancen nicht genutzt haben“, beklagt Trainer Manuel Diederich: „Wenn wir so um die 40. Minute herum nachsetzen, sind wir vielleicht schon vorentscheidend weg.“ Das gelte es nun aber abzuhaken und mutig nach vorne zu schauen.

Zu Hause brannte beim TVO bislang nichts an. Das soll gegen Remshalden so bleiben. „Wir können mit den Zuschauern im Rücken selbstbewusst auftreten“, sagt Diederich. Er warnt aber vor dem Rivalen: „Remshalden ist richtig gut aufgestellt. Die werden nicht umsonst als Kandidat fürs erste Drittel genannt.“ Unter Trainer Henning Fröschle spielten die SVR in der Vorsaison nach Jahren im Mittelfeld mal wieder vorne mit. Die Voraussetzungen, dass es so weitergeht, sind gut: Das eingespielte Team bekam in David Krammer – in Bittenfeld zeitweise im Zweitligakader – noch Verstärkung für die rechte Seite.

„Wir müssen eine Topleistung abrufen, um die Punkte in Oppenweiler zu behalten“, ist Manuel Diederich sicher. Gut ist, dass sein Bruder Julian seine Sperre abgesessen hat und wieder ins Geschehen eingreift. Er stärkt die Abwehr und ist eine Alternative am Kreis. Auf dem rechten Flügel ist nach dem verletzungsbedingten Ausfall Binders nun vor allem die Treffsicherheit von Kai Sonnenburg gefragt.