Spendenverteilung sorgt für große Freude

100000 Euro aus dem Erlös der Weihnachtsspendenaktion BKZ-Leser helfen – Verleger Werner Stroh dankt allen Gebern

Der Erlös der Spendenaktion BKZ-Leser helfen wurde kurz vor Weihnachten verteilt. Dabei handelt es sich um 100000 Euro. So viel wie selten zuvor. BKZ-Verleger Werner Stroh zeigte sich erneut überwältigt von der Spendenbereitschaft der Leser. Sie ist ein Ausdruck für die Sympathien in den Herzen der Menschen, die der Spendenaktion zuteilwerden.

Von Matthias Nothstein

BACKNANG. Die Weihnachtsspendenaktion der Backnanger Kreiszeitung ist schon längst eine Erfolgsgeschichte. Im Laufe der Jahre wurde bereits die 1-Millionen-Euro-Marke an Spendengeldern überschritten, rechnete Stroh bei der Übergabe der Spenden vor. Bedacht werden traditionell die Diakonie- und Sozialstationen, die vor Ort sind und auch in den Gemeinden im Umland als erstes sehen, wo Hilfe vonnöten ist. Sie erhalten Fördertöpfe von je 5000 Euro, damit sie schnell und unbürokratisch helfen können, wenn es auf anderem Weg keine Unterstützung gibt. Das ist ein Weg, der sich in der Vergangenheit bewährt hat, sagte Stroh. Deshalb gibt es diese Hilfsfonds auch für andere Institutionen wie etwa das Sozialamt der Stadt, das Kreisjugendamt, die Erlacher Höhe, den Verein Kinder- und Jugendhilfe und den Kreisdiakonieverband. Stellvertretend für all diese Institutionen übergab Werner Stroh nun Eckart Jost von der Diakoniestation und Johannes Kurschatke von der katholischen Sozialstation Backnang die Spenderschecks.

Als Vorsitzender des Hilfsvereins würdigte er auch die Verdienste des Arbeitskreises Asyl, der immer wieder mit Sprachkursen und Rechtsberatungen Erfolge erzielt. „Ich weiß, dass das Geld bei ihnen gut angelegt ist“, sagte Stroh an die Adresse von AK-Sprecher Günther Flößer gerichtet. Dieser gab den Dank zurück und würdigte, dass die Backnanger Kreiszeitung immer ein offenes Ohr für die Belange des AK Asyl habe. Flößer: „Dies zeugt von Zivilcourage. Sie unterstützen nämlich Menschen, die im Ranking des Ansehens weit unten stehen.“

Gefördert wird in diesem Jahr zum wiederholten Male der Backnanger Verein Nûr el Hayyah, der sich in Ägypten um Waisenkinder kümmert. Ein Punkt, der die Geber besonders überzeugt, ist, dass das Geld auf direktem Wege nach Ägypten gebracht wird. Stroh: „Das Geld ist gut angelegt. Wir hoffen, dass es auf fruchtbaren Boden fällt.“

In schöner Regelmäßigkeit wird auch die Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung unterstützt. In diesem Jahr gibt es Geld für die Förderung von Selbstbehauptungskursen. Und das Deutsche Rote Kreuz kann sich freuen über 10000 Euro. Mit diesem Betrag sollen mehrere Fahrzeuge, die behinderte Kinder zu den Schulen transportieren, mit Standheizungen ausgestattet werden.

Der Schwerpunkt der diesjährigen Aktion liegt jedoch auf einem Projekt des Alten- und Pflegeheims Staigacker. Dort wird ein spezieller Therapie-Bereich für Demenz-Patienten geschaffen. Heimleiter Eckart Jost sagte dazu: „Demenz ist die Herausforderung für die nächsten Jahrzehnte. Die Hälfte der Patienten, die in Heimen leben, sind inzwischen demenziell erkrankt. Wir wollen diesen Menschen gerecht werden.“ Jost schilderte, dass es heute schon geschützte Bereiche für Demenz-Patienten gibt. Es gibt jedoch auch Demenz-Patienten, die auf den Normalstationen leben und die dort phasenweise stören. Dank des neuen Therapie-Bereichs brauchen diese Bewohner nicht aus ihrer gewohnten Umgebung herausgerissen werden, sondern sie können stundenweise – immer dann wenn es nötig ist – im Demenz-Therapie-Bereich versorgt werden. Jost: „Es ist schlimm, wenn Menschen eingesperrt werden müssen, obwohl es Möglichkeiten gibt, die das verhindern könnten. Solche Stationen, wie wir sie jetzt bauen, sind solche Möglichkeiten.“

Verleger Werner Stroh, der auch Vorsitzender des Vereins BKZ-Leser helfen ist, bedankte sich ausdrücklich bei allen Spendern, „egal, ob sie einen kleinen oder einen großen Betrag gegeben haben, egal, ob es Firmen sind oder Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens“. Er kündigte an, dass unabhängig von den großen Projekten auch Einzelschicksale bedürftiger Menschen bei der Verteilung berücksichtigt werden.

Die aktuelle Spenderliste: Susanne Ulmer-Hoffmann und Dieter Ulmer, Auenwald; Margret Ebinger, Weissach im Tal; Elisabeth Fischer, Allmersbach im Tal; Elke Tatz-Schimank und Prof. Dr. Christof Schimank, Backnang; Erna Moser, Weissach im Tal; Britta und Dieter Appel, Fornsbach; Irene Vogel, Steinbach; Kerstin und Michael Kober, Maubach; I. Wieland, Weissach im Tal; Sigrid und Wolfgang Kiefer, Oppenweiler; Brigitte Röschl; Andrea und Thomas Maier, Weissach im Tal; Doris und Manfred Schmauss, Backnang; Irmgard Schad, Allmersbach im Tal; Heide Entenmann-Eder; Heidi und Werner Wildermuth, Backnang; Ruth Geckeler, Aspach; Anneliese und Dieter Frase, Oppenweiler; Waltraut und Wolfgang Obenland; Otto Reinhardt; Annegret und Ernst Mauritz, Backnang; Hubert Beier; Monika und Werner Mauritz; Elisabeth und Eberhard Weber, Großerlach; Barbara und Peter Tress, Aspach; Wilfried Heller; Steffen Unruh, Backnang; Waltraud und Claus Volwassen, Allmersbach im Tal; Hilde Enß; Monika und Jörg Aupperle; Angelika und Thomas Alberty; Gabriele Lempp, Backnang; CDA IT Systems GmbH, Backnang; Andrea und Michael Kurz, Jux; Eugen Metzger, Sulzbach; Marie-Luise Müller, Backnang; Irene und Rolf Sommer; Sven Krätzer; Annemarie und Otto Hölzner; Lieselotte und Hermann Schaal; M. und K. Ficker; Marianne Eidloth, Backnang; Iris und Heinz Rauleder, Aspach; Sigrid und Kurt Zanzinger, Backnang; Beate Vogel; Sabine und Günther Löffler; Sandra und Timo Gutermuth, Auenwald; Sieglinde und Manfred Stütz.