Aspach verlängert mit Skarlatidis

Mittelfeldspieler bleibt zwei weitere Jahre im Fautenhau

„Ich habe in der Hinrunde alle Spiele gemacht, wenn auch nicht immer von Anfang an.“ Stolz ist Simon Skarlatidis, zählt der 21-Jährige bei Aspachs Regionalligafußballern doch immer öfter zur Startformation. Und nun hat sich die SG Sonnenhof mit dem dribbelstarken Mittelfeldspieler geeinigt, dessen Vertrag bis 30 Juni 2015 zu verlängern.

Will auch in den nächsten beiden Jahren im Großaspacher Trikot Erfolge bejubeln: Simon Skarlatidis, der seinen Vertrag bei der SG Sonnenhof um zwei Jahre verlängert hat.Foto: A. Becher

Von Uwe Flegel

„Ich bin auf dem Sportplatz groß geworden“, erzählt Simon Skarlatidis. Kein Wunder, wuchs er doch nur 100 Meter vom alten SKV-Sportplatz in Waiblingen auf. Und dann noch die Verwandtschaft. Schon Vater Kiriakos und Onkel Ilias Skarlatidis waren im Remstal bekannte Fußballer, brachten’s immerhin bis zur Verbandsliga, damals noch vierthöchste Spielklasse. Unter anderem belebten die Brüder die Offensive des SC Korb. Am Rande immer dabei: der kleine Simon, der sich erinnert:. „Ich hatte ständig einen Ball am Fuß und habe damit jongliert und rumgekickt.“

Etwas mehr als 15 Jahre später spielt die Verwandtschaft die Nebenrolle, beobachtet von der Tribüne im Fautenhau aus, wie sich der Sohn und Neffe beim Regionalligisten zur Stammkraft entwickelt. Schritt für Schritt hat sich der 1,73 Meter große und technisch starke Fußballer nach oben gekämpft.

Als Skarlatidis, der als Steppke beim VfB Stuttgart begann und vor dreieinhalb Jahren von der A-Jugend der TSG Backnang zur SG Sonnenhof kam, verstärkte er in Aspach zunächst das Landesligateam. „Ich hätte ja auch noch ein Jahr A-Jugend spielen dürfen“, war das für ihn damals jedoch normal. Dank guter Leistungen in der Zweiten dauerte es aber nur ein gutes halbes Jahr, bis der Deutsch-Grieche das erste Mal in der Regionalliga auf dem Platz stand. Waren’s in der ersten Saison nur zwei Einsätze, mischte er in der Runde drauf bereits neunmal mit. Vergangene Saison waren’s dann 18 Begegnungen und diese Runde war er in allen 19 Punktspielen in der Großaspacher Elf am Ball und erzielte zudem auch noch zwei Treffer.

Eigentlich eine logische und kontinuierliche Entwicklung. Doch Skarlatidis gesteht, dass es für ihn nicht immer einfach war, die Füße stillzuhalten, wenn er wieder nicht zur Startformation zählte. Vielleicht auch weil er oft genug gesagt bekam, dass mit seiner Einwechslung frischer Wind gekommen sei. Dennoch waren es meist andere, die zu Beginn des Spiels den Posten im linken oder rechten Mittelfeld übernahmen. Bis zu dieser Saison. Elfmal war der 21-Jährige, der nach Fachhochschulreife und Zivildienst nun eine Ausbildung zur Kaufmann für Bürokommunikation absolviert, vom Anpfiff weg dabei. Auch im DFB-Pokal zählte er bei der 1:2-Niederlage gegen den Zweitligisten FSV Frankfurt zur Anfangself. Klar, dass er sich über das Vertrauen freut, das ihm Trainer Rüdiger Rehm entgegenbringt: „Das versuche ich mit guten Leistungen zurückzuzahlen.“

Dafür tut der gebürtige Waiblinger mehr als andere. Nach dem Training legt er oft Extraschichten ein, um zum Beispiel seinen Torabschluss zu verbessern. „Ich vergebe zu viele Chancen“, ärgert sich der Kicker, für den Selbstkritik ohnehin kein Fremdwort ist. In der Defensivarbeit sei er zwar besser geworden, doch seine Leistungen müssten noch konstanter werden, erklärt der 21-Jährige, für den bei allem Ehrgeiz aber auch wichtig ist, „dass ich beim Fußball immer Spaß habe“. Der scheint in Aspach vorhanden zu sein. „Wenn ich sehe, was bei der SG Sonnenhof entstanden ist, dann sind das hier für mich die idealen Voraussetzungen“, erklärt der ehemalige Jugendkicker der TSG, der stolz und froh ist, dass er sich durchgebissen und deshalb nun seinen Vertrag um zwei Jahre verlängert hat.