Zur Heimpremiere wartet ein Knaller

Fußball-Regionalligist SG Sonnenhof Großaspach erwartet mit dem SV Waldhof einen Konkurrenten im Aufstiegsrennen

Mit einem richtigen Knaller feiert die SG Sonnenhof in dieser Saison Heimpremiere. Ex-Bundesligist SV Waldhof Mannheim gastiert am Sonntag im Großaspacher Fautenhau. Geht’s nach den Experten, dann treffen in der Comtech-Arena ab 14 Uhr zwei der ernsthaftesten Kandidaten der Regionalliga-Südwest für die Aufstiegsrelegation aufeinander.

Kehrt am Sonntag im Trikot des SV Waldhof in den Fautenhau zurück: Sebastian Szimayer. Der Angreifer brachte es in seinen zwei Aspacher Jahren auf 60 Regionalligaspiele, in denen er 12 Tore erzielte. Foto: A. Becher

Von Uwe Flegel

„Wir kennen uns sehr gut.“ Rüdiger Rehms Aussage ist zwar auf den neuen Waldhof-Trainer Kenan Kocak bezogen, doch sie trifft insgesamt auf das Verhältnis zwischen dem Traditionsverein aus Mannheim und den Aspachern zu. Da ist zum Beispiel SG-Coach Rehm selbst, der sich seine erste Sporen als Profifußballer beim damaligen Zweitligisten Waldhof verdiente. Als 21-Jähriger stand er dann drei Jahre später mit dem gerade aus der A-Jugend gekommenen Kocak zusammen im Bundesligakader des SVW.

Das gilt aber auch für die beiden Vereine. Seit den gemeinsamen Oberligazeiten treffen sie immer wieder aufeinander. Meist waren’s packende und enge Partien. Rehm rechnet damit, dass es auch diesmal eine spannendes Duell zweier Mannschaften gibt, die ihre Auftaktspiele gewonnen haben. Die SG Sonnenhof mit 1:0 bei Aufsteiger Baunatal. Der Waldhof zu Hause mit 4:2 im Vergleich zweier Ex-Bundesligisten gegen Ulm. Aspachs Trainer war im Carl-Benz-Stadion vor Ort. Sein Urteil über den sonntäglichen Gegner: „Eine gute Truppe, die viele gute Einzelspieler hat.“ Einen kennt der 34-jährige SG-Coach besonders gut: Mittelstürmer Sebastian Szimayer, der bis Juni in Aspach kickte. „Er ist schon ein Brecher da vorne drin, der gegen uns sicher alles geben wird. Für unsere Abwehr wird es jedenfalls nicht angenehm“, prophezeit Rehm seinen beiden Innenverteidigern Kai Gehring und Robin Schuster Schwerstarbeit. Der zweite, der die SG vor dieser Saison in Richtung SVW verließ, spielte gegen Ulm noch keine Rolle: Shaban Ismaili. Der Mann für die rechte Außenbahn fehlte im Aufgebot. Angeblich ist mit dem Vertrag noch nicht alles klar.

Unabhängig davon, ob die Mannheimer nun mit oder ohne Ismaili auftauchen, fordert Rüdiger Rehm von seiner Elf, „kämpferisch dagegenzuhalten“. Schließlich geht er davon aus, dass sein Ex-Verein „viel Leidenschaft an den Tag legt“. Im ersten Heimspiel der Saison wartet auf die ambitionierten Gastgeber gleich eine echte Nagelprobe. Gut, dass es bei der SG personell ordentlich aussieht. Es stehen dieselben Spieler zur Verfügung wie beim gelungenen Rundenstart in Baunatal. Und: mit Felice Vecchione ist ein drittligaerfahrener Außenverteidiger (VfB StuttgartII) dazugekommen. Gerade rechtzeitig zum Knaller zur Heimpremiere.