Ringer kämpfen in neuen Gewichtsklassen

Weltverband Fila beschließt Änderungen Großerlacher Pascal Koch wird mit dem TSV Benningen Meister in der Oberliga

Sicherte sich mit dem TSV Benningen den Titel in der Oberliga: Der Großerlacher Pascal Koch (links).Foto: H. Flick

(rai). Nur wenig Veränderungen im Bezirk Unterland, dafür neue Regeln und Gewichtsklassen dies ist das Fazit des Ringer-Bezirkstages in Benningen und des WRV-Ligentages in Musberg.

Es wurde bereits in Fachkreisen diskutiert, nun ist es amtlich: Ringer, Funktionäre und Zuschauer müssen sich ab sofort bei Mannschaftskämpfen und auch bei Einzelturnieren auf neue Gewichtsklassen und ein modifiziertes Regelwerk einstellen. Schneller als erwartet hat der Deutsche Ringer-Bund (DRB) die vom Weltverband Fila beschlossenen neuen Gewichtsklassen für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro übernommen. Bei den Männern gibt es statt bisher sieben nur noch sechs Gewichtsklassen. Allerdings sind diese im freien Stil und im griechisch-römischen Stil nicht mehr identisch, sondern weichen voneinander ab. Die Frauen erhalten zwei zusätzliche Gewichtsklassen und kämpfen nun ebenfalls in sechs Limits um olympisches Edelmetall. Die Anzahl der Gewichtsklassen für Welt- und Europameisterschaften wie auch für nationale Titelkämpfe erhöht sich dagegen von sieben auf acht. Zu den jeweils sechs olympischen Klassen kommen noch je zwei weitere Gewichtslimits hinzu.

Bei den Männern wird im freien Stil in den Klassen bis 57, bis 61, bis 65, bis 70, bis 74, bis 86, bis 97 und bis 125 Kilogramm gerungen (61 und 70 Kilogramm nicht bei Olympischen Spielen) sowie im griechisch-römischen Stil bis 59, bis 66, bis 71, bis 75, bis 80, bis 85, bis 98 und bis 130 Kilogramm (71 und 80 Kilogramm nicht bei Olympischen Spielen). In den Altersklassen der Junioren und Jugend gibt es keine Änderungen.

Wir stellen uns den neuen Herausforderungen, ich sehe einige positive Punkte bei den Regelmodifizierungen, so der zuversichtliche Bezirksvorsitzende Thorsten Rauhut aus Neckargartach. In seinem Rückblick auf das vergangene Sportjahr berichtete er von einigen Erfolgen. So sicherte sich der Ausnahme-Athlet Eduard Popp vom VfL Neckargartach bei der deutschen Meisterschaft der Männer im griechisch-römischen Stil souverän den Titel in der Klasse bis 120 Kilogramm. In diesem Limit wurde Popp zudem EM-Achter und erkämpfte bei der WM in Budapest den siebten Platz. Glückwünsche sprach Rauhut auch dem TSV Benningen aus, der souverän den Titel in der Oberliga erkämpfte und in der kommenden Saison in der Regionalliga startet. Einen großen Anteil am Erfolg des TSV hatte der Großerlacher Freistil-Spezialist Pascal Koch, der am Saisonende eine Bilanz von 13 Siegen und 52:15 Punkten hat.

Von einer guten Nachwuchsförderung im Bezirk berichtete Jugendreferent Peter Jäger aus Meimsheim. Erfolgreichster Verein in der Jahreswertung wurde erneut der ASV Schwäbisch Hall.

Für die Mannschaftsrunde 2014 hat der DRB die Gewichtsklassen aus dem freien Stil und aus dem griechisch-römischen Stil übernommen. Allerdings werden diese in beiden Stilarten nicht voneinander abweichen. Insgesamt wird es bei sieben unterschiedlichen Gewichtsklassen bleiben, von denen drei doppelt besetzt werden. Wie gehabt wird die jeweilige Stilart nach Ende der Vorrunde getauscht. Folgende Gewichtsklassen wurden festgelegt: bis 57, bis 61, bis 66 A, bis 66 B, bis 75 A, bis 75 B, bis 86 A, bis 86 B, bis 98 und bis 130 Kilogramm.