Talschule bald nur noch eine Grundschule

Immer weniger Schüler machen die Rückstufung einer fast 50 Jahre alten Einrichtung notwendig

Nächste Woche beginnen die Sommerferien und nach den Sommerferien beginnt ein neues Schuljahr. Und damit steht auch eine Zäsur für die Heininger Talschule an: Sie wird nur noch als Grundschule fortgeführt.

Zugang bald nur noch für Grundschüler: Mit Beginn des neuen Schuljahres wechseln die paar wenigen Sekundarstufe-Schüler an die Mörikeschule.Foto: A. Becher

BACKNANG (rf). Das eine hat mit dem andern nichts zu tun, fiel aber zeitlich zusammen: Bei seiner Verabschiedung als Heininger Ortsvorsteher bedauerte Heinz Franke einen nur wenige Tage zuvor einstimmig gefassten Gemeinderatsbeschluss, wonach die auf Heininger Gemarkung stehende Talschule zur reinen Grundschule herabgestuft wird. Wobei dem Gremium gar nichts anderes übrig blieb, die stark zurückgehenden Schülerzahlen der Sekundarstufe lassen eine Weiterführung schlichtweg nicht zu.

Bleibt die bisherige Werkrealschule auf Dauer wenigstens als einzügige Grundschule erhalten Oder liegen in der Schublade vielleicht schon Pläne, sie eines Tages mit der Maubacher Grundschule zusammenzulegen Die in diesen Franke-Fragen mitschwingende Sorge um die generelle Existenz der kleinen Schule begegnete OB Dr. Frank Nopper mit einem klaren Nein. So steht es sinngemäß auch in einer Sitzungsvorlage: Die Schülerzahlen der Grundschule Talschule sind in den kommenden Jahren in einem stabilen einzügigen Bereich. Die Verwaltung wird (.. .) das Raumkonzept der Grundschule mit der Talschule abstimmen sowie ein Nutzungskonzept für die Räumlichkeiten der Werkrealschule erarbeiten.

Dass die Abstufung erfolgen muss, das ist seit Längerem klar. Allerdings hatte man die Beendigung der Sekundarstufe erst für Sommer 2015 vorgesehen. Doch entgegen der Annahmen im vergangenen Schuljahr zeichnete sich seit wenigen Wochen ab, dass es nicht mal mehr zehn Schüler sind, die an der Werkrealschule Talschule in Klasse 9 wechseln. Deshalb empfahl das Schulamt aus pädagogischen Gründen, diese Jugendlichen an der Mörikeschule zu unterrichten, denn die Profilfächer hätten in Heiningen nicht angemessen angeboten werden können.

Dass die Heininger Schüler in der Mörikeschule gut aufgehoben sein werden, davon war der Gemeinderat spätestens nach einem Bericht von Mörikeschule-Chef Klaus Lindner überzeugt. Der hatte schlüssig dargelegt, wie diese Schüler integriert werden und dass sie sich nach einer Besprechung mit ihm nett verabschiedet hatten. Nämlich mit Handschlag und einem Wunsch: Auf gute Zusammenarbeit. Eine Zusammenarbeit zwischen Talschule und Mörikeschule ist übrigens nichts Neues. Man habe, so sagte Lindner, schon öfter und gut kooperiert.

Die Talschule besteht übrigens seit 49 Jahren. In dieser Zeit wurde sie von rund 18000 Schülern besucht, hat die Leiterin des städtischen Amtes für Familie, Jugend und Bildung, Regine Wüllenweber, auf BKZ-Bitte ausrechnen lassen.