„Diese Herausforderung kann nur gemeinsam gestemmt werden“

Bürgermeister Schölzel unterstreicht Weissacher Engagement bei der Flüchtlingsunterbringung – Vorschläge für Unterkünfte wurden nicht verfolgt

Bürgermeister Ian Schölzel hat gegenüber Landrat Johannes Fuchs nochmals unterstrichen, was Weissach bei der Flüchtlingsunterbringung leistet.

WEISSACH IM TAL (inf). Anlass zu dem Schreiben nach Waiblingen waren Darstellungen, wonach sich viele Gemeinden im Kreis, darunter auch Weissach, bislang ziemlich zurückhalten, andere hingegen großzügig Platz für Gemeinschaftsunterkünfte bereitstellen.

„Für meine Gemeinde nehme ich in Anspruch, dass wir sehr unbürokratisch und schnell Möglichkeiten zur Anschlussunterbringung aufgetan und sogar mehr Flüchtlinge diesbezüglich aufgenommen haben als vorgesehen“, erklärt Schölzel. Weissach habe auch Bereitschaft signalisiert, früher als vorgesehen weitere Flüchtlinge aufzunehmen. „Bei uns vor Ort“, fährt der Rathauschef fort, „haben wir einen ehrenamtlich agierenden Arbeitskreis Integration, der im Schulterschluss mit unserer Mitarbeiterin für Integration – nach meinem Empfinden – sehr gute Arbeit leistet.“ Der Arbeitskreis unterstützt die Flüchtlinge dabei, sich in der fremden Umgebung zurechtzufinden und Fuß zu fassen.

Weiter spricht Schölzel das Thema Gemeinschaftsunterkünfte für die Erstunterbringung an. „Unverständlich“ sei, weshalb der Landkreis zwei von der Gemeinde angebotene beziehungsweise empfohlene Immobilien für eine Sammelunterkunft nicht weiter untersucht hat. Beide Gebäude, die aus der Sicht des Bürgermeisters durchaus geeignet gewesen wären, sind mittlerweile anderweitig vergeben. Schölzel: „Unsere Bereitschaft, diese für eine Gemeinschaftsunterkunft bereitzustellen beziehungsweise gemeinsame Anstrengungen diesbezüglich zu unternehmen, war von Anfang an gegeben.“ Weiter weist er darauf hin, dass die Gemeinde dem Landkreis eine Privatimmobilie, die erstellt werden soll, als mögliche Gemeinschaftsunterkunft angetragen habe. „Unsererseits haben wir dieses Thema mit dem Privatinvestor, der dieses Gebäude errichten wird, bereits vor geraumer Zeit angesprochen, er hatte seinerzeit auch seine grundsätzliche Bereitschaft signalisiert. Unserem Kenntnisstand nach haben diesbezüglich aber noch keine Gespräche seitens des Landkreises mit dem Investor stattgefunden.“

Schölzel unterstreicht, zur Flüchtlingsunterbringung würden allerorten große Anstrengungen unternommen. Diese Herausforderung könne nur gemeinsam gestemmt werden.

Der Brief wurde im Gemeinderat verlesen und von den Ratsmitgliedern mit Applaus bedacht. Die Gemeinde habe Vorbildliches geleistet, lobte etwa Bernd Hecktor (Weissacher Bürger).