Klare Ansagen an die Mutterpartei

Jusos mit neuem Kreisvorstand

WAIBLINGEN (pm). Einen neuen Vorstand haben die Jusos im Rems-Murr-Kreis. Sie formulieren klare Ansagen in Richtung der Mutterpartei. Der „soziale Kern“ der Sozialdemokraten müsse wieder erkennbarer werden. So fordern die Jusos Rems-Murr die Abschaffung der Ausnahmen beim Mindestlohn, auch für Praktikanten und Auszubildende.

Darüber hinaus unterstützen die Jusos die Bundeskampagne „Wir ziehen’s durch“. Diese Kampagne setzt sich für die Legalisierung von Cannabis ein. Besonders wichtig ist den Jungsozialisten eine flächendeckende und bessere Prävention an Schulen. Die Verschärfung des Sexualstrafrechts durch die Bundesregierung halten die Jusos für unzureichend. Die Jusos Rems-Murr setzen sich gegen Faschismus und Fremdenhass und für eine tolerante Gesellschaft ein.

Kommunalpolitisch möchten sich die Jungsozialisten gegen die Schließung des Kreiskrankenhauses Schorndorf starkmachen, die noch im Raum steht. So sorgen sich die Jusos um die öffentliche Daseinsvorsorge im medizinischen Bereich, besonders wenn die Kapazität in Winnenden ausgeschöpft ist. Auch die dezentrale Lage des Winnender Krankenhauses und die gefährdeten Arbeitsplätze werden als sehr problematisch gesehen.

In einer vorausgegangenen Jahreshauptversammlung war ein neuer Vorstand gewählt worden. Die bisherigen Sprecherinnen Anna Bayerlein und Maria Mauch-Felekidou, mittlerweile Mitglieder des SPD-Kreisvorstands, werden von Kathrin Breitenbücher aus Rudersberg und André Thumm aus Remshalden abgelöst. Beisitzende sind Alea Roßbach, Marcel Schindler, Jenny Mey, Martin Abt und Lukas Wildermuth. Das Amt des Geschäftsführers übernimmt Philipp Herget. Alexander Geider bleibt Pressesprecher.