Zweites Gutachten zum neuen Feuerwehrhaus

Stadt reagiert auf Proteste derBürgerinitiative

BACKNANG (kf). Mit einem weiteren Gutachten will die Stadt Backnang den Streit um den neuen Feuerwehrstützpunkt entschärfen. Wie berichtet, hatte sich in den südlichen Stadtteilen eine Bürgerinitiative gegründet, die gegen den geplanten Standort zwischen Waldrems und Heiningen kämpft. Dieser sei zu weit weg von der B14 und den Gewerbegebieten, argumentieren die Kritiker. Außerdem wehren sie sich gegen eine Bebauung des Grünzugs. Stattdessen plädiert die Bürgerinitiative für einen Standort am Rand des Gewerbegebiets Waldrems.

Obwohl der Gemeinderat bereits im vergangenen Dezember den Grundsatzbeschluss für einen Neubau zwischen Waldrems und Heiningen gefasst hatte, hat Oberbürgermeister Frank Nopper den Kritikern nun zugesagt, die Standortwahl noch einmal von einem unabhängigen Gutachter überprüfen zu lassen. Beauftragt wurde laut Stefan Setzer, Chef des Stadtplanungsamtes, das Zentrum für Brandschutz und Sicherheit (Zebras) aus Uhingen. „Wir wollen damit für Transparenz sorgen und Detailfragen klären, die inzwischen aufgetaucht sind“, erklärt Setzer. Unter anderem sollen die Gutachter ermitteln, wie sich der vierspurige Ausbau der B14, der morgen offiziell beginnt, auf die Hilfsfristen an den verschiedenen Standorten auswirkt.

Die erneute Prüfung sei ergebnisoffen, erklärt Setzer. Allerdings ist er selbst nach wie vor davon überzeugt, dass der Standort zwischen Waldrems und Heiningen am besten geeignet ist. Zu diesem Ergebnis war auch ein Planungsbüro aus Bayern gekommen, das schon einmal alle infrage kommenden Standorte bewertet hatte. Auch die Kommandanten der betroffenen Feuerwehren hatten für diesen Standort plädiert. Sollte der neue Gutachter zu einem anderen Ergebnis kommen, müsste der Gemeinderat noch einmal neu über das Thema beraten. Die Kritiker glauben weiterhin daran, dass sie den Neubau zwischen Waldrems und Heiningen noch verhindern können: „Ich habe das Gefühl, dass bei der Stadt ein Umdenken eingesetzt hat. Die Sachargumente sprechen alle für unseren Standort“, erklärt Rainer-Udo Steck von der Bürgerinitiative.