Zwei auf Kurs, eine vom Knie ausgebremst

Laufend BKZ: Aus dem Trio, das stellvertretend für alle Teilnehmer über die Fortschritte berichtet, ist ein Duo geworden

Drei Sportler, drei Ziele: So lautete die Überschrift eines Artikels vom 20. September, in dem sich zwei Frauen und ein Mann aus der Laufend-BKZ-Gruppe stellvertretend für alle Mitstreiter dazu äußerten, wie ihre Erwartungshaltung ist. Fünf Wochen später sind Leonie Kohlert und Alex Löffler auf Kurs, während Gisela Platzer von einer Knieverletzung zum frühen Ausstieg gezwungen wurde.

Aus den roten Flitzern wird dieses Jahr eine weiße Wand, die Laufend-BKZ-Sportler wurden mit neuen T-Shirts mit neuem Logo und in anderer Farbe ausgestattet. Beim Aspacher Volkslauf war die Gruppe im 5-Kilometer-Rennen schon mit beachtlichen 20 Teilnehmern vertreten. Fotos: T. Sellmaier

© Tobias sellmaier

Aus den roten Flitzern wird dieses Jahr eine weiße Wand, die Laufend-BKZ-Sportler wurden mit neuen T-Shirts mit neuem Logo und in anderer Farbe ausgestattet. Beim Aspacher Volkslauf war die Gruppe im 5-Kilometer-Rennen schon mit beachtlichen 20 Teilnehmern vertreten. Fotos: T. Sellmaier

Von Steffen Grün

Die Erfahrung, dass vor allem der Körper mitspielen muss, machte Alex Löffler im Vorjahr. Damals wollte der 49-Jährige, der 2016 schon einmal bei Laufend BKZ und beim Backnanger Silvesterlauf dabei war, als Fortgeschrittener einen weiteren Entwicklungsschritt machen. Da krankheitsbedingt aber bereits nach zwei Einheiten Schluss war, unternimmt Löffler nun einen erneuten Versuch und zieht ein erfreuliches Zwischenfazit: „Alles ist super, es läuft wunderbar.“ Sein ehrgeiziges Ziel, am 31. Dezember beim 10-Kilometer-Rennen durch Backnangs Innenstadt die 50-Minuten-Marke zu knacken, verfolgt der Athlet aus Althütte beharrlich, aber ohne Druck, denn wenn es nicht klappt, sei es „auch kein Drama“. Beim Aspacher Volkslauf am vergangenen Samstag absolvierte er den 5-Kilometer- Lauf und hatte es nach 27:14 Minuten geschafft. „Rechnet man das hoch, sieht man, dass noch etwas zu tun bleibt“, sagt Löffler, gibt jedoch zu bedenken, dass der Lauf recht anspruchsvoll sei, „weil er sehr hügelig ist“. Lachend ergänzt er: „Er besteht in meinen Augen fast nur aus Steigungen.“ Ihm bleiben wie allen Laufend-BKZ-Teilnehmern aber auch noch gut neun Wochen, um sich für Silvester zu rüsten. Mut darf ihm der Quervergleich mit 2016 machen, als er in Backnang letztlich 51:30 Minuten brauchte und seine Form vorher auch in Aspach überprüft hatte: „Damals war ich hier etwa 20 Sekunden langsamer, also bin ich durchaus noch im Plan.“

Das gilt für Leonie Kohlert aus der Einsteigergruppe genauso, obwohl sie zuletzt von einer Erkältung geplagt wurde und kürzertreten musste. „Außer den gemeinsamen Einheiten dienstags konnte ich nicht viel machen“, sagt die 20-Jährige, die auch für Kleinaspach gemeldet hatte, aber vernünftigerweise verzichtete. Das etwas reduzierte Training „spürt man sofort, man muss immer dranbleiben“, hat die Steinbacherin erkannt und freut sich, dass die Erkältung so langsam abklingt.

Wieder im Vollbesitz der Kräfte, will sie an die Anfangswochen anknüpfen, als sie auch die Hausaufgaben in vollem Umfang erledigte und kontinuierliche Fortschritte spürte. Die Gruppendynamik hilft Leonie Kohlert: „Denn wüsste ich nicht, dass ich am nächsten Dienstag wieder etwas mehr leisten muss, um mit den anderen mithalten zu können, würde ich vielleicht weniger machen.“ Noch arbeiten muss sie daran, sich vom Tempo oder der Schrittlänge eines Nebenläufers nicht aus dem Rhythmus bringen zu lassen, denn dann meldet sich Seitenstechen. „Ich bin zuversichtlich, dass ich den Silvesterlauf schaffe“, blickt sie voraus, „die Frage ist nur, in welcher Zeit.“ Auf den Einwand, das sei zweitrangig, entgegnet sie: „Das schon, aber ein gewisser Anspruch ist eben da.“

Schlechte Nachrichten gibt es von Gisela Platzer: Sie musste verletzt aussteigen. Zwei Dienstage mit der Gruppe hatte sie hinter sich. „Alles klappte wunderbar, bis ich beim Laufen plötzlich starke Knieschmerzen bekam. Es war fast so, als hätte mir einer ein Messer ins Knie gerammt. Ich habe es noch ein paar Mal probiert, es ging aber nicht mehr.“ Die 67-Jährige ging zum Arzt, der diagnostizierte das Pes-anserinus-Syndrom, eine Entzündung im Innenknie. „Ich war hoch motiviert und daher sehr enttäuscht, aber da kann man nichts machen“, sagt die Backnangerin, die noch in der Physiotherapie ist, aber keine Schmerzen mehr hat. Die Idee, wieder einzusteigen, verwarf sie. „Der Rückstand ist zu groß, das kann ich nicht mehr aufholen.“ 2019 würde sie es gerne erneut probieren, dieses Jahr begnügt sie sich beim Silvesterlauf mit der Zuschauerrolle: „Wir sind jedes Jahr dort, ich werde die Laufend-BKZ-Gruppe anfeuern.“

Zwei auf Kurs, eine vom Knie ausgebremst
Alex Löffler

© Tobias Sellmaier

Alex Löffler

Gisela Platzer

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Gisela Platzer

Leonie Kohlert

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Leonie Kohlert

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Erstellt:
10. Januar 2019, 17:06 Uhr

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