„Jetzt vespern die auch noch“

Neuerscheinung: Die von Lesern eingeschickten Sprüche aus dem Kindermund erscheinen jetzt in einem Buch
Hingucker: Die Illustrationen in dem Büchlein, hier von Greta Brumme. Die zweijährige Ute hatte ihre auf der Couch liegende hochschwangere Mutter gefragt: „Hast du die sieben Geißlein gefressen?“

BACKNANG (reh). Kinder haben eine unverfälschte Sicht auf die Dinge, und eine gnadenlos ehrliche obendrein. Oft ist es erstaunlich, was in so einem Köpfchen vor sich geht und welche Schlüsse die Kleinen ziehen. Zuweilen kommt es auch vor, dass originelle Sprüche aus seiner Kinderzeit einen Menschen das ganze Leben lang begleiten. Eltern, Großeltern und die Patentante erinnern zu besonderen Anlässen immer wieder an diesen einen Spruch aus dem Kindermund, über den sich die ganze Familie schief gelacht hat. In manchen Familien wird Buch geführt darüber, was die Kleinen für Sprüche von sich geben. Nun gibt es ein reizendes Büchlein mit Sprüchen und Anekdoten von schwäbischen Kindern. Mitgewirkt haben dabei auch Leser der Backnanger Kreiszeitung. Das Büchlein „Die Oma kocht heut’ Maulwurftäschle“ spiegelt die ganze Bandbreite der vielen Einsendungen wider; gesammelt wurden diese bei den Stuttgarter Nachrichten. Herausgeber sind Christine und Heike Kern. Hier eine kleine Auswahl der Sprüche: In der Backnanger Stiftskirche findet eine ökumenische Hubertusmesse statt. Nadja (3) ist sehr interessiert. Dann kommt das Abendmahl. Sie stellt sich auf die Bank und kommentiert: „Mama guck mal, jetzt vespern di au no.“ Daniel (4) möchte unbedingt noch ein Geschwisterchen. Seine Mama (alleinerziehend) erklärt ihm, dass dazu auch ein Mann gebraucht wird. Da hat er eine Idee: „Dann fragen wir halt den Opa!“ Julian (3): „Mama, rot mol, was d’ Oma am Zaia hot! Augenhühner!“

„Die Oma kocht heut’ Maulwurftäschle.“ 152 Seiten. 12,95 Euro. ISBN 978-3-9813766-5-4. Erhältlich auch bei der Geschäftsstelle der Backnanger Kreiszeitung, Postgasse 7.