Starke Abwehr ist der Schlüssel zum Sieg

Drittliga-Handballer des HC Oppenweiler/Backnang gewinnen beim heimstarken TuS Fürstenfeldbruck mit 27:25

Mit dem 27:25 beim heimstarken TuS Fürstenfeldbruck kamen die Drittliga-Handballer des HC Oppenweiler/Backnang dem Klassenverbleib wieder einen Schritt näher. Es war fürs Team von Trainer Matthias Heineke bereits der vierte Auswärtssieg im neuen Jahr, den es sich mit einer starken Abwehrleistung verdiente. HCOB-Torwart Thomas Fink glänzte mit zahlreichen Paraden, darunter auch vier gehaltene Siebenmeter.

Der zuletzt verletzte HCOB-Akteur Philipp Maurer mischte überraschend doch mit und überzeugte als sicherer Siebenmeterwerfer.Foto: A. Hornauer

Von Alexander Hornauer

Die Gäste mussten auf die verletzten Philipp Schöbinger und Benjamin Röhrle sowie auf Keeper Sven Grathwohl und Felix Raff verzichten, doch es gab auch eine gute Nachricht: Rechtsaußen Philipp Maurer spielte. Der HCOB bewies von der ersten Minute an Kampfgeist und war gleich in der Partie. Ohne Abtasten kämpften beide Teams um jeden Ball. Erst legte Fürstenfeldbruck ein 6:4 vor, dann gelang den Murrtalern durch einen Doppelschlag von Kreisläufer Chris Hellerich der Ausgleich. Maurer besorgte per Konter das 7:6, ehe TuS-Trainer Martin Wild zur Auszeit rief.

Oppenweiler/Backnang hatte Lunte gerochen. Torwart Fink parierte Siebenmeter von Johannes Stumpf und Sebastian Meinzer. Der HCOB stellte längst eine stabile Abwehr, kam über Konter zum Erfolg und führte nach 20 Minuten mit 10:7. Nun wurde es hektisch. Der Ellbogen von TuS- Kreisläufer Julian Prause landete in Hellerichs Gesicht, eine Zeitstrafe gab es aber für den Gästespieler. Weil er nicht flott genug vom Feld eilte, packten die Referees noch eine Zeitstrafe drauf. Keine Minute später musste Ruben Sigle vom Feld, auch schon mit der zweiten Hinausstellung.

Das kurzfristige Problem der doppelten Unterzahl löste Lukas Köder mit energischem Einsatz sowie dem 11:8. Das langfristige Problem der hohen Zeitstrafenbelastung meisterten die HCOB-Handballer im Kollektiv, sowohl Sigle als auch Hellerich spielten durch. Rückraumwerfer Sigle setzte wertvolle Akzente, als er kurz vor der Pause zwei wichtige Treffer aus der zweiten Reihe erzielte und so dabei half, den Vorsprung gegen noch einmal anstürmende Fürstenfeldbrucker in die Pause zu retten. Gewonnen war bei einer knappen 13:12-Führung freilich noch gar nichts.

In der Tat gehörten die ersten Minuten des zweiten Durchgangs den Hausherren. Vor allem Stumpf hatte gute Aktionen, die Bayern lagen nach 38 Minuten mit 18:16 vorn. Der HCOB fand aber schnell zurück ins Spiel. Maurer überzeugte mit sicheren Siebenmetern, Kevin Wolf behauptete sich in Unterzahl, Tom Kuhnle war beim Konter treffsicher, dann jagte David Szilagyi den Ball aus der zweiten Reihe zum 20:20 ins Netz. Fink wehrte den dritten Siebenmeter ab, die Gäste eroberten wieder die Führung. Tobias Hold traf acht Minuten vor dem Ende zum 24:22. Ein letztes Mal glich Fürstenfeldbruck aus, doch im Gegenzug legte Wolf für die Gäste erneut vor. Kuhnle schob von außen das 26:24 nach – so langsam nahm der Traum vom Sieg in der Wittelsbacher-Halle Gestalt an.

Der HCOB ließ in den Schlussminuten kaum noch etwas zu. TuS-Akteur Stumpf warf einen Siebenmeter übers Tor – wieder hatte Fink das Nervenduell gewonnen. Die Zeit lief und lief. TuS-Trainer Wild rief etwas aufs Spielfeld und bekam dafür eine Zeitstrafe, auch das spielte den Gästen in die Karten. Sie versäumten es aber, den Abstand auf drei Treffer zu erhöhen. Und so standen nach dem Anschlusstor von Meinzer noch 33 aufregende Sekunden bevor. Wieder übernahm Wolf Verantwortung, setzte sich durch und machte mit dem 27:25 alles klar. Die Freude über den wichtigen Auswärtssieg war riesig.

TuS Fürstenfeldbruck: Kröger, Winkler, Luderschmid – Ball (2), Hild (5), Haller (1), Lex (2), Meinzer (6/1), Kerst (2), Stumpf (6), Prause, Schwagerus, Maier (1), Prestele.

HC Oppenweiler/Backnang: Merzbacher (n.e.), Fink – Florian Schöbinger (1), Hold (4), Sigle (2), Szilagyi (2), Hellerich (3), Wolf (5), Kuhnle (3), Florian Frank (1), Maurer (4/3), Köder (2), Sebastian Frank (n.e.).

Siebenmeter: 1/5:3/4 (Stumpf scheitert an Fink und wirft drüber, Meinzer scheitert zweimal an Fink – Köder scheitert an Luderschmid). – Zeitstrafen: 6:12 Minuten (Lex/zweimal, Trainer Wild – Hellerich/zweimal, Sigle/zweimal, Wolf, Szilagyi). – Schiedsrichter: Friedel (Aue)/Herrmann (Zschorlau). – Zuschauer: 420.